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Geschirr noch nass Warum trocknet die Plastikdose in Spülmaschine schlecht?

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Osnabrück. Sauber, aber verschwitzt sieht der Becher aus Plastik in der Spülmaschine aus. Im Gegensatz dazu perlt von der Kaffeetasse aus Porzellan und vom Metallgesteck nach dem Spülgang nicht mehr ein Tropfen ab. Warum ist das so?

Haushaltsutensilien aus Plastik trocknen in der Spülmaschine nicht so gut beziehungsweise langsamer, weil Kunststoffteile Wärme schlechter leiten und speichern als Metall oder Keramik. Während des Spülprogramms macht sich der Unterschied noch nicht so bemerkbar: Alle Gegenstände in der Maschine werden durch das über 60 Grad heiße Wasser warm. 

Anders sieht es aus, wenn der Trocknungsvorgang startet: Dabei soll dann eigentlich die im Geschirr gespeicherte Wärme den letzten Wassertropfen verdunsten lassen. Im Fall der Kunststoffteile kann das nicht einwandfrei klappen, weil das Plastik zu schnell abkühlt. So kondensiert das Wasser auf dem Plastikgeschirr – und man muss doch noch einmal zum Geschirrtuch greifen.

Übrigens: Das Glas-und-Gabel-Symbol, das man auch auf Plastikgeschirr findet, sage nichts über die Spülmaschinentauglichkeit beziehungsweise über die Hitzestabilität aus, erklärt die Verbraucherzentrale Bayern. Laut Verbraucherschützern gibt es für die Spülmaschinentauglichkeit kein einheitliches Zeichen. Empfehlenswert ist es also, die Herstellerangaben vor Gebrauch genau zu studieren. Ist ein Küchenutensil in der EU mit dem Symbol aus Glas und Gabel gekennzeichnet, bedeutet dies nur, dass es für den Kontakt mit Lebensmitteln geeignet ist.





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