UV-Strahlung für Vitamin D Sonnenbrand-Wetter zu Ostern: Ist ein hoher Lichtschutzfaktor schädlich?

Von afp und mao

Bereits zu Ostern droht Sonnenbrand – schadet ein zu hoher Lichtschutzfaktor? Foto: dpa/Caroline SeidelBereits zu Ostern droht Sonnenbrand – schadet ein zu hoher Lichtschutzfaktor? Foto: dpa/Caroline Seidel

Osnabrück/Leipzig. Norddeutschland erwartet ein Osterwochenende mit viel Sonne und bis zu 23 Grad. Für die Haut ist das eine besondere Belastung.

Besteht zu Ostern tatsächlich Sonnenbrandgefahr?

Allerdings. Nach dem Winter ist die Haut der meisten Norddeutschen ungebräunt und dadurch sensibler gegenüber UV-Strahlen. Laut dem Deutschen Wetterdienst erreicht der Sonnenstand Mitte April eine vergleichbare Höhe wie etwa Ende August. (So wird das Wetter in Ihrem Ort)

Wie gefährlich ist UV-Strahlung?

UV-Strahlung kann Sonnenbrand auf der Haut und Schäden an den Augen verursachen, wie Bindehautentzündungen. Langfristig trägt sie zur vorzeitigen Alterung der Haut bei. UV-Strahlung ist aber auch das Hauptrisiko für Hautkrebs. (Weiterlesen: Pollen, Wespen, Mücken – wann fliegt was?)

Bei dieser Dame kommt die Sonnencreme zu spät. Foto: dpa/Stephanie Pilick

Jedes Jahr erkranken in Deutschland mindestens 200.000 Menschen neu an Hautkrebs – Tendenz steigend. Allein mehr als 20.000 Diagnosen betreffen den gefährlichen "schwarzen" Hautkrebs, das sogenannte maligne Melanom. Neben den UV-Strahlen beeinflusst vor allem das Erbgut, ob jemand erkrankt.

Wie hoch ist die UV-Strahlung zu Ostern?

Je höher die Zahl des UV-Indexes, der zwischen eins und elf angegeben wird, desto höher die Strahlung und damit auch die Sonnenbrandgefahr. Laut Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) erwartet Norddeutschland zu Ostern eine mittlere UV-Belastung. Auskunft gibt die UV-Prognose des BfS unter www.bfs.de/uv-prognose, die jeweils für drei Tage erstellt und regelmäßig aktualisiert wird.  

Was ist der beste Sonnenschutz?

Bereits ab UV-Index drei ist ein Schutz erforderlich. Experten empfehlen dann: 

  • die Mittagsstunden im Haus oder im Schatten verbringen
  • im Freien eine Sonnenbrille mit dem Zeichen "UV 400" tragen
  • bei direkter Sonneneinstrahlung Hut oder Mütze aufsetzen
  • 30 Minuten vor dem Sonnenbad Sonnencreme mit mindestens Lichtschutzfaktor 15 auftragen
  • Kinder und empfindliche Menschen sollten Lichtschutzfaktor 50 oder höher auftragen.

Schadet ein zu hoher Lichtschutzfaktor?

Unter Einfluss von UV-Strahlung wird Vitamin D gebildet, was für den Knochenaufbau und den Calcium-Gehalt im Blut wichtig ist. Ist ein zu hoher Sonnenschutz also schädlich? Nein. Nur Menschen, die praktisch nicht mehr ins Freie gehen können, droht ein Vitamin-D-Mangel. Bei allen anderen bildet der Körper trotz Sonnenschutz ausreichend Vitamin D – der Schutz vor Hautkrebs geht vor. (Weiterlesen: Spanien droht Flug-Chaos zu Ostern – was Reisende wissen müssen)

Was hilft gegen Sonnenbrand?

Wer sich dennoch einen Sonnenbrand holt, dem helfen feuchtkalte Umschläge mit Kamillentee sowie Quark- und Joghurtkompressen. Gegen die Schmerzen können entzündungshemmende Schmerzmittel wie Acetylsalicylsäure oder Ibuprofen genommen werden. Bei schweren Sonnenbränden mit Blasen und Fieber sollten Betroffene einen Arzt aufsuchen.


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