Oster-Süßigkeiten Haltbarkeit, Recycling, Alternativen – Spannende Fakten zu Schokolade

220 Millionen Schokohasen werden zum Osterfest 2019 produziert. Foto: dpa/Patrick Pleul220 Millionen Schokohasen werden zum Osterfest 2019 produziert. Foto: dpa/Patrick Pleul

Hamburg. Wie lange bleibt Schokolade haltbar? Werden nach Ostern nicht verkauften Schoko-Osterhasen eingeschmolzen und zu Schoko-Weihnachtsmännern weiterverarbeitet? Und welche Alternativen zur Schokolade gibt es? Einige Fakten.

220 Millionen: So viele Schoko-Osterhasen werden laut dem Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) zum Osterfest 2019 produziert. Rund 114 Millionen der süßen Hasen sollen demnach in Deutschland verbleiben, etwa 106 Millionen gehen ins Ausland. 

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Am meisten nachgefragt sei der klassische Osterhase aus Vollmilchschokolade, wie es in einer Mitteilung des BDSI heißt – aber auch Hasen aus zartbitterer oder weißer Schokolade sowie kleine Lämmer, Möhren oder Küken seien im Trend. Weit vorn in der Verbrauchergunst lägen zudem Schoko-Eier. 

Wie lange bleibt Schokolade haltbar? 

Viele der Süßigkeiten werden allerdings nicht unmittelbar während der Feiertage aufgebraucht. Dennoch besteht kein Grund zur Sorge: Schokolade ist bei der richtigen Lagerung noch deutlich länger essbar, als es das Mindesthaltbarkeitsdatum angibt. 

Zwar kann sich nach einiger Zeit ein weißer Film auf der Oberfläche bilden, doch ist dieser komplett unbedenklich. Der Belag entsteht meist dann, wenn die Schokolade zu warm gelagert wird und dabei die Kakaobutter ausflockt. Selbst wenn die Süßigkeiten einige Jahre im Schrank liegen, können sie oftmals noch bedenkenlos verzehrt werden.  

Werden Schoko-Weihnachtsmänner zu Schoko-Osterhasen? 

Bei der großen Menge an produzierter Schokolade für besondere Anlässe taucht auch immer wieder die Frage auf, ob nicht verkaufte Hasen Ende des Jahres zu Weihnachtsmännern und Weihnachtsmänner im Frühjahr zu Osterhasen werden. 

Werden nicht verkaufte Schoko-Osterhasen nach den Feiertagen zu Schoko-Nikoläusen? Foto: dpa/Oliver Berg

Theoretisch ist das zwar möglich – insbesondere bei Vollmilchschokolade kann allerdings der Geschmack unter häufigem Erhitzen leiden, da sich der Fettgehalt der Masse verändert. Zwar ist das bei dunkler, herber Schokolade nicht der Fall, trotzdem spricht vieles gegen die Theorie der Mehrfachverwendung: Die nicht verkaufte Schokolade wieder abzuholen, auszupacken, einzuschmelzen, neu auszuformen und wieder zu verpacken wäre mit einem Aufwand verbunden, der sich nicht rechnen würde. 

In der Regel werden nicht verkaufte Hasen und Weihnachtsmänner einfach günstiger angeboten oder alternativ an Kindergärten und gemeinnützige Einrichtungen verschenkt. 

Alternativen zur Vollmilchschokolade

Für Menschen, die vegan leben oder aufgrund einer Laktoseintoleranz auf Milchprodukte verzichten müssen, gibt es inzwischen jede Menge Alternativen zur Vollmilchschokolade. Zwar besteht der Großteil der produzierten Hasen noch immer aus der Schokolade mit dem vergleichsweise kleinen Kakaoanteil – allerdings nimmt die Anzahl der Alternativen aus dunkler und Zartbitterschokolade zu. 

Wer auch auf Kakao verzichten möchte, kann beispielsweise zu Johannisbrot greifen, das in der Regel in Form eines kakaoähnlichen Pulvers angeboten wird. Johannisbrot ist etwas süßer als Kakao, eignet sich aber ebenso für die Zubereitung von Süßigkeiten oder Getränken. Zudem punktet es mit einem hohen Anteil an Ballaststoffen und Kalzium – sowie damit, dass es im Gegensatz zu Kakao keinen Koffein enthält. 


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