Reiseblogger geben Tipps #GoEast mit John und Marc: Osteuropa mal anders

Georgien ist das Trendziel in Osteuropa. Die Berliner Reiseblogger John und Marc wanderten in Mestia und Kazbegi  zum ersten Mal umgeben von über 5.000 Meter hohen Gipfeln. Foto: 1ThingToDo/ReisebloggerGeorgien ist das Trendziel in Osteuropa. Die Berliner Reiseblogger John und Marc wanderten in Mestia und Kazbegi zum ersten Mal umgeben von über 5.000 Meter hohen Gipfeln. Foto: 1ThingToDo/Reiseblogger

Osnabrück. Einst waren die Hippies die Türöffner für neue Urlaubsdestinationen. In Zeiten des Internets sind es Reiseblogger wie John und Marc. Mit ihrem Projekt #GoEast nehmen die jungen Berliner ihre Follower mit auf große Reise durch Osteuropa. Uns haben sie schon mal ihre Lieblingsplätze verraten.

Natur und Wandern

Albanische Alpen: Albanien gehört zu den aufstrebenden Reiseregionen auf dem Balkan. Das liegt nicht nur an seinen Sandstränden im Süden, die den Vergleich mit Griechenland aufnehmen können, sondern vor allem auch an seiner Bergwelt. Besonders begeisterte uns das Valbona-Tal, das landschaftlich irgendwo zwischen Alpen und Kaukasus anzusiedeln ist. Kein Wunder, dass die Region auch als Albanische Alpen bezeichnet wird. Von einfachen bis anspruchsvollen Wanderungen ist hier für jeden Geschmack etwas dabei. Noch dazu ist ein Urlaub in Albanien deutlich günstiger als im Allgäu oder in Berchtesgarden.

Der Reiseblogger John empfiehlt Wanderungen in den Albanischen Alpen. Foto: 1ThingToDo Reiseblogger


Aukštaitija-Nationalpark: Litauens schmucke Hauptstadt Vilnius verfügt nicht nur über den größten (und vielleicht schönsten) barocken Stadtkern in Osteuropa. Obendrein können Reisende von Vilnius aus in die so idyllische wie unberührte Natur des Baltikums aufbrechen. Wir tauften Litauen auch "Brandenburgs baltischen Bruder": Im Aukštaitija-Nationalpark wanderten wir fast ganz alleine von See zu See und badeten in glasklarem Wasser, das so spiegelglatt war, dass wir beinahe darauf laufen wollten.


Aus der Vogelperspektive verschlug den Reisebloggern die Aussicht auf das "Meerauge", dem größten Bergsee in der Hohen Tatra, den Atem. Foto: 1ThingToDo/Reiseblogger


Hohe Tatra: Wirklich unentdeckt ist die Hohe Tatra nicht. Insbesondere rund um den Rysy, mit 2.503 Metern Polens höchster Gipfel, trifft man in der warmen Jahreszeit mitunter auf etwas zu viele Naturfreunde – vor allem natürlich auf polnische Naturliebhaber selbst. Verübeln können wir es ihnen nicht: Aus der Vogelperspektive verschlug uns die Aussicht auf das "Meerauge", dem größten Bergsee im kleinsten Hochgebirge der Welt, den Atem. Aus Deutschland jedoch zieht es noch immer nur wenige Reisende an die polnisch-slowakische Grenze.

Durmitor-Nationalpark: Die Zeiten, in denen Montenegro als Geheimtipp galt, gehen langsam aber sicher zu Ende. Im Vergleich zu vielen kroatischen Städten, allen voran Split und Dubrovnik, geht es im kleinen Staat an der Adria aber noch immer recht gemütlich zu. Das Durmitorgebirge im Nordosten des Landes gehört für uns zu den landschaftlichen Highlights des Kontinents. Vom Bobotov Kuk, 2.522 Meter hoch und höchster Gipfel in Montenegro, genossen wir ein 360-Grad-Panorama auf eigenwillige Felsformationen, wie wir sie bis dato in Europa noch nicht gesehen hatten.  

Badeurlaub

Kurische Nehrung (Litauen): Wer die deutsche Ostseeküste liebt, wird die Kurische Nehrung lieben! Die langgezogene Halbinsel gehört etwa jeweils zur Hälfte zu Litauen und Russland. Vom litauischen Klaipėda legen im Sommer halbstündlich Fähren ab, die Reisende ins pure Ostseeglück schippern. Eine Radtour führte uns nach Nida, wo sich Thomas Mann ein noch heute erhaltenes Sommerhaus bauen ließ – übrigens unweit entfernt von einer der höchsten Wanderdünen Europas.


Die Kurische Nehrung, eine langgezogene Halbinsel,gehört etwa jeweils zur Hälfte zu Litauen und Russland und ist ideal für einen Strandurlaub. Foto: 1ThingtoDo/Reiseblogger

Städte

Kiew: Kiew ist eine junge Stadt, der wir den Spagat zwischen Ost und West vielerorts Orten anmerkten. Ganz in der Nähe des Majdan steht der Bogen der Völkerfreundschaft, einst Symbol der Verbundenheit des russischen und ukrainisches Volks. Neben dem Kiewer Höhlenkloster, der wichtigsten Sehenswürdigkeit Kiews, blickt die imposante, 62 Meter hohe Mutter-Heimat-Statue auf den Dnepr hinab. Beide stehen symbolisch für den "Sowjet-Charme", auf den wir in Kiew, aber auch in vielen anderen Hauptstädten Osteuropas, immer wieder trafen. Doch das ist nur die Oberfläche: Kiew ist dynamisch und selbstbewusst. Für uns eine der spannendsten Metropolen im Osten des Kontinents.

Belgrad: Als Berliner sind wir die Vergleiche mit der deutschen Hauptstadt leid. Aber wenn es in Europa eine Stadt gibt, die sich unserer Meinung nach als "Klein-Berlin" bezeichnen dürfte, ohne in uns Fremdscham auszulösen, ist es Belgrad. Ähnlich wie in Berlin zeigt sich die wahre Schönheit Belgrads erst auf den zweiten Blick. Manchmal liegt sie gar in seiner – nennen wir es – Hässlichkeit. Das Belgrader Nachtleben sucht auf dem Balkan seinesgleichen. Selbst Berghain-Legende Sven Marquardt machte bereits in Belgrad Station, im Rahmen eines Artist-in-Residence-Projekts. Kein Zufall.


Sankt Petersburg: Wenn eine Stadt vor Schönheit zu Tränen rührt, dann muss das etwas heißen. Im Rahmen seiner vierwöchigen Russland-Reise machte Marc ganz zum Schluss in Sankt Petersburg Station. Die einstige Zarenstadt entwickelte sich in Windeseile zu einem, wenn nicht dem Höhepunkt seines Trips. Leben viele Städte in Osteuropa – aus mitteleuropäischer Sicht – vom Spagat zwischen Schönheit und Hässlichkeit, gibt es im Zentrum von Sankt Petersburg wenig, das rein objektiv nicht als schön gelten könnte. Besonders gut kommt genau das während der Weißen Nächte zur Geltung, in denen sich der Nachthimmel über der nördlichsten Millionenstadt der Welt niemals ganz verdunkelt. Die nächtliche Öffnung der Brücke über der Newa versprüht dann Silvesterstimmung – und das Tag für Tag, im Sommer.

Georgien

Strandurlaub, Wandern oder doch lieber Städtereise? Wer sich für Georgien als Reiseziel entscheidet, muss auf nichts davon verzichten. Georgien ist bis dato unser absoluter Favorit in Osteuropa. In der malerischen Altstadt von Tiflis lernten wir die einfache, aber so vielfältige Küche der Kaukasus-Nation kennen. In Mestia und Kazbegi wanderten wir zum ersten Mal umgeben von über 5.000 Meter hohen Gipfeln. Da können nicht mal die Alpen mithalten. Die Schwarzmeerstadt Batumi hat zwar nur einen Kieselstrand zu bieten, dafür aber ein Riesenrad, das direkt in eine Hausfassade gebaut wurde. In Georgien bleiben für Reisende eben wenige Wünsche offen.

In Mestia und Kazbegi in Georgien wanderten John und Marc zum ersten Mal umgeben von über 5.000 Meter hohen Gipfeln. Foto:1ThingToDo/Reiseblogger

Die beiden jungen Berliner John und Marc betreuen den Reiseblog 1ThingToDo

Die Reiseblogger John und Marc. Foto:.Reiseblogger 1ThingtoDo


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