Bezeichnungen "Geist" oder "Brand" - was ist der Unterschied?

Ein Weinbrand. Foto: Colourbox.deEin Weinbrand. Foto: Colourbox.de

Osnabrück. Wie unterscheiden sich Spirituosen mit der Bezeichnung "Geist" und "Brand"?

Wer sagt, dass einen Brand hat, der ist ganz schön durstig – meist nach reichlichem Alkoholkonsum. Es empfiehlt sich jedoch, dieses Durstgefühl mit Wasser und nicht mit einer weiteren Spirituose zu löschen, die mit der Bezeichnung „Brand“ gekennzeichnet ist. Geistreich wäre das nicht. Das liegt nicht nur daran, dass für man für das als „Brand“ auf der Flasche gekennzeichnete alkoholische Getränk meist einen höheren Preis zahlen muss, als eines mit der Bezeichnung „Geist“.

Doch warum ist das so? Was macht den Unterschied zwischen „Brand“ und „Geist“ aus? Es ist das Herstellungsverfahren, erklärt die Verbraucherzentrale Bayern in einer Mitteilung auf, das unterschiedlich aufwendig ist: Bei einem Obstbrand wird demnach eine Maische aus vergorenen Früchten hergestellt und anschließend destilliert. Der gesamte Alkohol im fertigen Brand entsteht aus dem Zucker, der im Obst vorhandenen ist, so die Verbraucherschützer, deren Ernährungsexpertin Susanne Moritz weiter erläutert: „Vor allem bei kleineren Früchten wie zum Beispiel Vogelbeeren, die wenig Zucker enthalten, ist das sehr aufwendig.“

Dagegen stammt bei einem Geist der Alkohol nicht aus dem Vergären von Früchten, so die Verbraucherzentrale, sondern aus dem verwendeten Neutralalkohol. Für einen Geist nimmt man Früchte, die wegen ihres zu geringen Zuckergehalts nicht zum Vergären geeignet sind, aber viel Aroma besitzen, erklären die Verbraucherzentrale weiter: „Sie werden in hochprozentigen Neutralalkohol eingelegt, so dass die Aromastoffe in den Alkohol übergehen. Dieser Frucht-Alkohol-Ansatz wird danach destilliert.“ 


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN