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Alkohol und Radfahren Welche Promillegrenzen gelten auf dem Fahrrad?

Dieser Mann sollte wahrscheinlich nicht mehr auf sein Fahrrad steigen. Foto: imago/ZUMA Press/Joel GoodmanDieser Mann sollte wahrscheinlich nicht mehr auf sein Fahrrad steigen. Foto: imago/ZUMA Press/Joel Goodman

Hamburg. Auch betrunkenen Radfahrern kann der Führerschein entzogen werden, sie können Punkte in Flensburg sammeln und zur medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU) verpflichtet werden. Die Promillegrenzen sind aber nicht dieselben wie für Autofahrer.

Wer Alkohol getrunken hat, sollte das Auto lieber stehenlassen. Mit mehr als 0,5 Promille Alkohol im Blut wird mindestens ein Bußgeld in Höhe von 500 Euro fällig, dazu kommen zwei Punkte in Flensburg. Ab 1,1 Promille liegt sogar eine Straftat vor. Für Fahranfänger liegt die Grenze bei 0,0 Promille.

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Kann man stattdessen unbesorgt auf das Fahrrad umsteigen? Da ist die Grenze mit 1,6 Promille zwar tatsächlich deutlich höher als beim Auto – doch liegt dann auch sofort ein Straftatbestand vor. Das heißt, neben einer Geldstrafe von meist einem Monatsnettogehalt (30 Tagessätze) gibt es drei Punkte in Flensburg, zudem wird eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) fällig. Wer dabei durchfällt, verliert seinen Führerschein. Laut dem Allgemeinen Deutschen Automobil-Club (ADAC) kann sogar das Radfahren verboten werden, wenn eine Wiederholungsgefahr attestiert wird. 

Auch für Fahrradfahrer gibt es Promillegrenzen. Foto: dpa/Roland Weihrauch

Doch auch mit weniger 1,6 Promille sollten Radfahrer aufpassen: Wer sich auffällig verhält, beispielsweise in Schlangenlinien fährt oder einen Unfall verursacht, muss schon ab 0,3 Promille mit einer Geldstrafe und Punkten rechnen. 

Auch Fußgängern kann der Führerschein entzogen werden

Selbst Fußgänger gehen ein Risiko ein, wenn sie sich alkoholisiert besonders auffällig im Straßenverkehr verhalten. Wenn Tatsachen dafür sprechen, dass der Fußgänger alkoholabhängig ist oder zumindest ein Alkoholmissbrauch vorliegt, kann laut ADAC auch dann der Führerschein entzogen werden.

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Bei Autofahrern, die gegen die 0,5-Promille grenze verstoßen, werden Bußgeld, Punkte und ein Fahrverbot fällig. Gestaffelt ist das nach der Anzahl der Verstöße: Beim ersten Verstoß beträgt das Bußgeld 500 Euro, dazu kommen zwei Punkte und ein einmonatiges Fahrverbot, beim zweiten Verstoß sind es 1000 Euro, zwei Punkte und drei Monate Fahrverbot und beim dritten Verstoß 1500 Euro, zwei Punkte und drei Monate Fahrverbot.

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