Fruchtschmuck auch im Winter Zieräpfel sind dekorativ während des ganzen Jahres

Mit prallem Fruchtschmuck punkten Zieräpfel ab Herbst, wenn andere Gehölze nach dem Verlust ihrer Blätter nur noch kahl sind. Die Zierapfel-Früchte sind wertvolle Nahrung für Vögel. Foto: Ingrid Beucke-AdlerMit prallem Fruchtschmuck punkten Zieräpfel ab Herbst, wenn andere Gehölze nach dem Verlust ihrer Blätter nur noch kahl sind. Die Zierapfel-Früchte sind wertvolle Nahrung für Vögel. Foto: Ingrid Beucke-Adler

Osnabrück. Kaum ein Gehölz ist so vielseitig wie der Zierapfel. Er ist zu allen Jahreszeiten ein attraktiver Blickfang. Wer sich mit dem Gedanken trägt, Zieräpfel zu pflanzen, sollte sich vorab im Angebot der über hundert Sorten gut orientieren, um die gewünschte Wirkung im Garten zu erzielen.

Ihre ganzjährige attraktive Wirkung haben alle Zieräpfel gemeinsam. Denn wenn im Herbst alle anderen Bäume ihre Blätter verloren haben, punkten Zieräpfel mit reichem Fruchtschmuck.

Die Wuchsformen der Bäume sind vielfältig und reichen von niedrigen Sorten, die in die Breite gehen, bis hin zu schlank in die Höhe wachsenden Bäumen von bis zu sechs Meter Höhe. Die meisten Sorten wachsen als junge Pflanzen aufrecht, können aber im Alter beträchtlich in die Breite gehen und ausladende Kronen bilden.

Die Blütezeit aller Arten und Sorten liegt zwischen Ende April und Ende Mai. Die gelben oder roten Früchte sind kirsch- bis walnussgroß und essbar. Sie hängen bei einigen Sorten je nach Temperatur bis weit in den Winter hinein an den Trieben. Die Herbstfärbung ist bei den meisten Zieräpfeln eher schwach ausgeprägt.

Fachkundige Beratung vor dem Kauf eines Zierapfels ist angesichts der Vielfalt des Angebotes angeraten.

Die Sorte „Wintergold“ ist ein weiß blühender Zierapfel, der eine Höhe von vier bis sechs Metern erreicht und im Alter ebenso breit werden kann. Im Herbst und Winter trägt er kleine gelbe Früchte.

Die Sorte „Evereste“ entwickelt aus rosa-violettfarbenen Blütenknospen hellviolett-rosafarbene Blüten, die im Verblühen weiß werden. Die Äpfelchen sind leuchtend rot.

Die Sorte „Royalty“ hat dunkle Blütenknospen, die sich zu dunkelroten Blüten öffnen. Der Baum wird bis zu sechs Meter hoch und bis zu drei Meter breit. Die Blätter treiben purpurrot aus und vergrünen im Sommer.

Für viele Gärten sind Zieräpfel zu groß. Wer einen Zierapfel für den Vorgarten oder aus anderen Gründen ein kleineres Exemplar sucht, wird beim Toringo-Apfel fündig. Dieser Zierapfel wächst in zehn Jahren nur gut einen Meter und blüht weiß an in Bögen überhängenden Zweigen. Ebenfalls klein bleiben die Sorten „Pomzai“ und „Tina“ (beide bis 1,50 Meter).

Im Container vorgezogene Gehölze können während der gesamten Vegetationsperiode eingepflanzt werden, solange der Boden frostfrei ist.


Gelee und Schnaps: So verarbeiten Sie Zieräpfel

Zieräpfel sind essbar, schmecken allerdings roh nicht besonders gut, verarbeitet zu Gelee oder Schnaps aber durchaus.

Zierapfel-Gelee:

1 kg gewaschene Zieräpfel klein schneiden und mit Zimt bestreuen. Die Wildäpfel mit 500 ml Cidre übergießen, 1 Esslöffel Zitronenmelisse hinzugeben und 40 Minuten lang kochen. Der Fruchtbrei wird entsaftet (im Entsafter oder über ein Mulltuch). Am nächsten Tag wird auf 1 Liter Zierapfel-Saft 1 kg Gelierzucker (1:1) gegeben und alles aufgekocht. Das heiße Gelee wird in saubere Gläser gefüllt.

Cidre und Zimt können auch durch Wasser, Zitrone und Ingwer ersetzt werden.

Obstschnaps:

Geben Sie 800 g Früchte ohne Stiele mit 400 g Zucker, 1 Päckchen Vanillezucker und 3 Nelken in ein verschließbares Gefäß. Darauf geben Sie 0,7 Liter Obstbrand oder Wodka und lassen die Mixtur gut verschlossen sechs Wochen ziehen. Anschließend filtern und erneut in Flaschen abfüllen.

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