Neue Nachhaltigkeitsstudie Diät zur Rettung der Erde: Diesen Speiseplan empfehlen Forscher

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Forscher empfehlen weniger Fleisch und Getreide zu essen und stattdessen mehr Gemüse und Nüsse. Foto: imago/fStop Images/Larry WashburnForscher empfehlen weniger Fleisch und Getreide zu essen und stattdessen mehr Gemüse und Nüsse. Foto: imago/fStop Images/Larry Washburn

Hamburg. Wie sieht eine gesunde und möglichst umweltverträgliche Ernährung aus? Internationale Wissenschaftler haben einen Diätplan ausgetüftelt.

Morgens Haferbrei, mittags Reis mit Gemüse, abends Linseneintopf und alle paar Wochen ein Schnitzel als Belohnung – mit einem derartigen Speiseplan wäre es möglich, die Weltbevölkerung bis 2050 gesund zu ernähren, ohne die Umwelt zu zerstören. Das behauptet die neue Studie einer internationalen Forschungskommission, die im Fachblatt "The Lancet" veröffentlicht wurde. 

Die Produktion von Nahrungsmitteln verschlingt große Teile der natürlichen Ressourcen und ist der Studie nach für 30 Prozent des Treibhauseffekts verantwortlich. Bereits heute sind drei Milliarden Menschen fehlernährt, davon sind mehr als zwei Milliarden übergewichtig. Mitte des Jahrhunderts werden Prognosen zufolge zehn Milliarden Menschen auf der Erde leben. Um die kommende Generation zu ernähren, brauche es die "Gesundheit des Planeten" und ihrer Bevölkerung sowie einen "weisen Umgang" mit der Natur, heben die Forscher hervor. 

Halb so viel Fleisch und doppelt so viel Obst und Gemüse

Konkret bedeute das, der Fleischkonsum müsse halbiert und die Obst- und Gemüsemenge verdoppelt werden. Die Empfehlung gelte jedoch nicht pauschal, sondern könne je nach Land und dortigen Ernährungsgewohnheiten abweichen.


Weniger rotes Fleisch und Getreide essen

Die Forscher empfehlen, den Verzehr von rotem Fleisch, wie Rind oder Schwein, drastisch einzuschränken und bei der Hauptnahrungsquelle aus Getreide- und Kartoffelprodukten umzuschwenken auf Nüsse, Obst, Gemüse und Bohnen. 

Demnach sollten auf den Tag gerechnet gegessen werden: 

  • 500 Gramm Obst und Gemüse
  • 250 Gramm Milchprodukte
  • 232 Gramm Vollkornprodukte
  • 100 Gramm Kartoffeln und Hülsenfrüchte
  • 100 Gramm Nüsse
  • 40 Gramm ungesättigte Öle (Olive, Soja, Raps, Sonnenblumenkern, Erdnuss)
  • 30 Gramm zusätzlicher Zucker (gut zwei Esslöffel)
  • 29 Gramm Geflügel (etwa ein Sechstel einer Hähnchenbrust)
  • 28 Gramm Fisch oder Meeresfrüchte (etwa ein Fischstäbchen)
  • 25 Gramm Sojaprodukte 
  • 14 Gramm rotes Fleisch (etwa ein halber Baconstreifen)
  • 13 Gramm Ei (etwa eineinhalb Eier pro Woche)
  • 7 Gramm Palmöl (etwa zwei Teelöffel)
  • 5 Gramm Schmalz (etwa ein Teelöffel)

Verglichen mit den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung ist der neue Diätplan zur Weltrettung strenger. Demnach gilt die doppelte Menge an Fleisch noch als gesund und Getreide und Kartoffeln dürfen den größten Teil der Nahrungsquelle bilden.


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