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30.12.2018, 16:30 Uhr ZUKUNFTSFORSCHER HORX

Künstliche Intelligenz überschätzt? Kühler Kopf gefragt

Ein Kommentar von Elke Schröder


Trend- und Zukunftsforscher Matthias Horx. Foto: Gregor Fischer/dpaTrend- und Zukunftsforscher Matthias Horx. Foto: Gregor Fischer/dpa

Osnabrück. Der Trend- und Zukunftsforscher Matthias Horx hält das Thema Künstliche Intelligenz für ziemlich überschätzt. Eine Fehleinschätzung? Ein Kommentar.

Künstliche Intelligenz sei ziemlich überschätzt, meint Zukunftsforscher Matthias Horx. Seine negative Prognose hört sich provokant an, weil er sie kurz vor dem KI-Wissenschaftsjahr 2019 ausgibt.

Jedoch sollte man sie nicht so sehr als Zukunftsvision verstehen, sondern vielmehr als ein Plädoyer, bei aller Begeisterung für Fortschritte bei der KI einen kühlen Kopf zu bewahren. Dazu gehört auch eine ethische Diskussion über das Machbare. Eine solche – das zeigt auch die Digitalisierung – hat es schwer, mit der rasanten technischen Entwicklung Schritt zu halten. 

Es ist wichtig, genau hinzuschauen, zu diskutieren und abzuwägen, in welchen Bereichen die KI sinnvoll eingesetzt werden kann, in welchem Ausmaß und wo nicht. Ein Beispiel: Wird der Markt Roboterkunst akzeptieren? Das kann heute auch kein Zukunftsforscher vorhersagen. Die lagen ohnehin mit ihren Prognosen in der Vergangenheit so manches Mal daneben. Ihr Verdienst ist es, Erkenntnisse zum gegenwärtigen Lebensgefühl aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen zu Trends zusammenzuführen. Ihre Prognosen können letztlich oft nur eine Wette auf eine bestimmte Zukunft sein.  


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