Umwelt, Auto, Energie und Wohnen Das ändert sich 2019: Fahrverbote, Mieterschutz, iTAN-Aus

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Mehrere Städte verhängen im neuen Jahr Fahrverbote für ältere Diesel. Foto: dpa/Marijan MuratMehrere Städte verhängen im neuen Jahr Fahrverbote für ältere Diesel. Foto: dpa/Marijan Murat

Osnabrück. Was ändert sich 2019 bei Umwelt, Auto, Energie, Wohnen und Telekommunikation? Ein Überblick über die wichtigsten gesetzlichen Änderungen.

Umwelt und Straßenverkehr

Fahrverbote: Mehrere Städte verhängen im neuen Jahr Fahrverbote für ältere Diesel: Ab Januar bereits müssen in Stuttgart Diesel bis Euronorm 4 der Umweltzone fernbleiben. In Gelsenkirchen gilt ab Juli für die Kurt-Schumacher-Straße ein Fahrverbot für Diesel bis Euro 5, in Essen für die Umweltzone und die Autobahn im Stadtgebiet für Euro-4-Diesel und ab September für Euro-5-Diesel. In Berlin dürften ab Juni Fahrverbote für acht Straßen gelten. 

Spediteure: Die Lkw-Maut auf Autobahnen und Bundesstraßen wird erhöht. In die neuen Sätze werden ab 1. Januar 2019 erstmals auch die Kosten der Lärmbelastung eingerechnet. Mehr berücksichtigt wird auch eine stärkere Straßenbelastung durch schwere Laster. Durch die neuen Sätze und die seit Sommer geltende Ausweitung der Maut auf alle Bundesstraßen erwartet der Bund Einnahmen von durchschnittlich 7,2 Milliarden Euro pro Jahr – 2,5 Milliarden Euro mehr als bisher. 

Fahren mit Ton: Die lautlose Fahrt mit dem Elektroauto wird ab 1. Juli 2019 bald Geschichte: In neuen Typen von Hybridelektro- und reinen Elektrofahrzeugen muss laut EU-Verordnung 540/2014 ein akustisches Warnsignal (Acoustic Vehicle Alerting System, kurz AVAS) eingebaut sein. Ziel dieser Maßnahme ist es, die Sicherheit von Fußgängern, Sehbehinderten und Radfahrern zu erhöhen. 

Energie und Wohnen

Mieterschutz: Mieter sollen ab Januar besser vor Kostensprüngen geschützt werden. So darf die Miete nach Modernisierungen künftig binnen sechs Jahren nur noch um maximal drei Euro pro Quadratmeter steigen, in bestimmten Fällen nur um zwei Euro. Von den Kosten können statt elf Prozent noch acht Prozent auf die Mieter umgelegt werden. Zudem müssen Vermieter neuen Mietern offenlegen, was der vorherige Mieter gezahlt hat. 

Energieausweise: Da Energieausweise für Gebäude nur zehn Jahre gültig sind, werden immer mehr dieser Dokumente im Laufe des Jahres ihre Gültigkeit verlieren. Darauf weist die Verbraucherzentrale hin. 

Heizung: Veränderungen beim Effizienzlabel für neue Heizungen: Ab 26. September 2019 entfallen für reine Raumheizungsgeräte die schlechtesten Klassen E, F und G. Hinzu kommt dagegen die Klasse A+++. Damit reicht die Skala künftig von A+++ bis D. 

Geld und Telekommunikation

Mobilfunk:  Das Telefonieren und das Versenden von SMS ins EU-Ausland wird ab Mitte Mai billiger. Zwar sind die Roaminggebühren fürs Telefonieren, SMS-Schreiben und das mobile Surfen im EU-Ausland bereits seit dem 15. Juni 2017 abgeschafft, für Gespräche aus den Heimatnetzen ins Ausland werden jedoch weiterhin Aufschläge verlangt, so die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Voraussichtlich ab 15. Mai 2019 werde deshalb die EU Preisobergrenzen festlegen: Unabhängig davon, ob Gespräche vom Handy oder Festnetz in einen anderen EU-Staat geführt werden, darf eine Gesprächsminute dann maximal 19 Cent kosten und das Versenden einer SMS maximal sechs Cent. 

Onlinebanking: Verbraucher müssen sich auf Veränderungen beim Onlinebanking einstellen: Ab Herbst wird es nicht mehr möglich sein, mit einer Transaktionsnummer eine Überweisung oder einen Dauerauftrag am privaten Computer freizugeben. Die klassischen Papierlisten mit durchnummerierten TANs, die bisher mit der Post verschickt wurden, können dann nicht mehr eingesetzt werden. Nach einer 18-monatigen Umsetzungsfrist für die Banken bedeutet das nach dem 14. September 2019 das Aus für die iTAN-Liste.

Neue Geldscheine werden ab 28. Mai eingeführt: Das gilt allerdings nur für 100-Euro- und 200-Euro-Scheine. Diese haben in der neuen Ausführung bessere Sicherheitsmerkmale. (Mit dpa/AFP)



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