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Völlegefühl an den Weihnachtstagen Hilft der Verdauungsschnaps nach dem Festmahl wirklich?

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Ein Absacker nach dem Festessen hat doch schon immer geholfen, oder? Foto: imago/Gerhard LeberEin Absacker nach dem Festessen hat doch schon immer geholfen, oder? Foto: imago/Gerhard Leber

Hamburg. Gerade in der Weihnachtszeit hat der Magen mit reichlich fettigem Essen zu kämpfen. Linderung verspricht der Schnaps nach dem Festmahl. Doch hält dieses Hausmittel wirklich, was es verspricht?

Die Weihnachtsgans – so köstlich sie auch war – liegt schwer im Magen. Zu dem fetten Vogel gesellen sich noch Kartoffelklöße, Rotkohl und die Schokoladencreme, die es zum Nachtisch gab. So ein Weihnachtsmenü kann Eindruck hinterlassen – nicht nur auf die Geschmacksknospen, sondern auch auf den Magen. Sodbrennen oder ein unangenehmes Völlegefühl sind Folgen, unter denen rund um den 24. Dezember wohl viele Menschen leiden.

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Natürlich wäre es für die Gesundheit am besten, man könnte sich ein wenig besser beherrschen und würde einfach von vorneherein nicht so viel essen. Doch, seien wir ehrlich, was wäre Weihnachten ohne eine gewisse Völlerei? Also gilt es, mit den Folgen zu leben.

Doch Rettung naht: in Form von Oma und der Schnapsflasche. Denn der Verteiler, gerne ein Kräuterbitter oder ein Obstbrand, wird es schon richten. Der räumt den Magen auf und unterstützt die Verdauung – das behauptet zumindest der Volksglaube. Aber aus medizinischer Sicht ist an dem Mythos leider nichts dran. Schlimmer noch: Schnaps schadet nur, da der Alkohol die Verdauung eher verlangsamt, so die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten.

Lieber laufen statt saufen

Doch warum schwören so viele Menschen auf den Verteiler nach einem besonders fettigen Essen? Das kann zum einen daran liegen, dass der Alkohol die Muskeln im Magen im ersten Moment entspannt und so das Druckgefühl nachlassen kann. Außerdem ist ein gewisser Placeboeffekt nicht zu vernachlässigen. Wenn man daran glaubt, dass der Schnaps schon immer geholfen hat, dann wird er das auch weiterhin tun.

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Eine medizinisch abgesicherte Hilfe kann hingegen ein kleiner Spaziergang sein: Denn im Gegensatz zum Verdauungsschnaps ist der Verdauungsspaziergang auch laut Medizinern eine gute Idee. Schon ein paar Minuten Bewegung können helfen, das unangenehme Gefühl in der Körpermitte zu lindern.

(mit dpa)


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