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Fahrplan, Kosmetik, Bienen Neue Regelungen: Das ändert sich im Dezember 2018

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Mit dem Winterfahrplan 2018/2019 steigen auch wieder die Fahrkartenpreise bei der Bahn. Foto: dpa/Julian StratenschulteMit dem Winterfahrplan 2018/2019 steigen auch wieder die Fahrkartenpreise bei der Bahn. Foto: dpa/Julian Stratenschulte

Osnabrück. Mit dem Fahrplanwechsel erhöht die Bahn ab 9. Dezember 2018 die Preise. Besserer Schutz für Allergiker: Es gibt strengere Vorgaben bei der Herstellung von Kosmetik mit Erdnussöl. Hier ein Überblick über alle neuen Regelungen und Gesetze, die im letzten Monat des Jahres in Kraft treten.

Winterfahrplan 2018/2019 tritt in Kraft

Preiserhöhung und neue Zugverbindungen: Das bringt der Winterfahrplan 2018/2019 der Deutschen Bahn, der ab 9. Dezember gültig ist. Die Preise für Fernverkehr-Fahrscheine steigen demnach im Durchschnitt um 0,9 Prozent. Die sogenannten Flexpreis-Tickets werden im Durchschnitt 1,9 Prozent teurer. Die Preise für Streckenzeitkarten sowie die BahnCard 100 erhöhen sich um durchschnittlich 2,9 Prozent. Wer seine Bahnreise bis zum 8. Dezember bucht, fährt noch zu den alten Preisen, teilte die Bahn mit. 

Mit dem neuen Fahrplan werden zusätzliche und neue Verbindungen angeboten: Ab Dezember fährt täglich zweimal ein Intercity von Münster nach Berlin. Ab Berlin geht täglich auch ein ICE über Nürnberg und Passau auf die achtstündige Reise nach Wien. Mehr Direktverbindungen zwischen Düsseldorf und Stuttgart über den Frankfurter Flughafen soll es geben. Ab April 2019 fährt die Linie Frankfurt-Köln-Aachen-Brüssel durchgehend im Zweistundentakt. Neu ist auch die Eurocity-Verbindung von Berlin nach Breslau und Krakau in Polen.

Erdnussöl in Kosmetik: Strengere Vorgaben für Hersteller 

Vor allem Hersteller von echter Naturkosmetik und naturnaher Kosmetik setzen auf die pflegenden Eigenschaften des Erdnussöls in Cremes, Lotionen oder Badezusätzen, so die Stiftung Warentest. Doch Erdnüsse lösen besonders häufig Allergien aus. Ab 25. Dezember gelten deshalb in der Europäischen Union für die Hersteller strengere Vorgaben. Kosmetika mit Erdnussöl dürfen künftig nur noch verkauft werden, wenn die Mengen allergieauslösender Proteine sehr gering sind.

Neonikotinoiden-Verbot soll Bienen schützen

Ab 19. Dezember dürfen Pflanzenschutzmittel mit den drei neonikotinoiden Wirkstoffen Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam nicht mehr verkauft und angewandt werden. Die EU-Landwirtschaftsminister im April 2018 beschlossen, dass die drei Wirkstoffe nur noch in Gewächshäusern und nicht mehr auf Äckern genutzt werden dürfen.

Vignetten 2019: Österreich und Schweiz erhöhen Preise

Mautgebühren: Autofahrer, die regelmäßig nach Österreich, Slowenien und die Schweiz reisen, können bereits ab 1. Dezember die Vignetten 2019 der Länder nutzen. Das teilte der ADAC in einer Pressemitteilung mit. Demnach sind auch alle Jahresvignetten 2018 noch bis einschließlich 31. Januar 2019 gültig.

Österreich und Schweiz haben ihre Mautgebühren für 2019 leicht erhöht: Laut ADAC erhöht sich der Preis für die österreichische Pkw-Jahresvignette um 1,90 Euro und beträgt nun 89,20 Euro. Die Vignette für zwei Monate kostet 26,80 Euro (plus 60 Cent) und das 10-Tages-Pickerl 9,20 Euro (plus 20 Cent). Die Jahresvignette für Motorradfahrer wird um 80 Cent teurer. Sie kostet nun 35,50 Euro, die Zwei-Monats-Vignette liegt bei 13,40 Euro (plus 30 Cent) und die Zehn-Tages-Vignette 5,30 Euro (plus 10 Cent).

Die Jahresvignette in der Schweiz kostet bereits seit Oktober 75 Cent mehr und liegt jetzt bei 36,50 Euro. Die Mautgebühren in Slowenien verändern sich hingegen nicht, so der ADAC. Ein Jahr Pkw-Maut kostet demnach weiterhin 110 Euro, ein Monat 30 Euro und sieben Tage 15 Euro.

Schluss mit Geoblocking im Onlinehandel

Veränderung für den Internethandel in der EU: Ab 3. Dezember tritt eine neue EU-Verordnung in Kraft, die gleiche Konditionen für alle Europäer beim Einkauf im Internet gewährleisten soll. Demnach dürfen Onlinehändler ihre Kunden nicht mehr nach ihrer Staatsangehörigkeit und ihrem Wohnsitz unterscheiden und  dann automatisch auf eine nationale Unterseite umleiten. Letzteres konnte beispielsweise bedeuten, dass die gewünschte Ware dort zu einem höheren Preis angeboten wurde. Mit diesem sogenannten Geoblocking soll nun Schluss sein.

EU-Bürger können nun auch grenzüberschreitend elektronische Dienstleistungen erwerben, sofern es sich nicht um urheberrechtlich geschützte Inhalte handelt, dazu gehören beispielsweise E-Books, Musik und Online-Spiele. Letzteres bedauerte der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv) Klaus Müller in einem Gespräch mit unserer Redaktion. Dem obersten Verbraucherschützer geht die EU-Verordnung zum Internethandel diesbezüglich nicht weit genug. (Mit dpa).


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