Looping Louie und andere Spiele Silvester 2018: Sechs Spieletipps für einen lustigen Jahreswechsel

Meine Nachrichten

Um das Thema Gut zu wissen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Spieltipp für Silvester: Mit dem verrückten Piloten Looping Louie ins neue Jahr ... Foto: Karsten Grosser/Colourbox.deSpieltipp für Silvester: Mit dem verrückten Piloten Looping Louie ins neue Jahr ... Foto: Karsten Grosser/Colourbox.de

Osnabrück. Spieleabend an Silvester statt Partynacht? Für einen spaßigen Jahreswechsel in geselliger Runde haben wir sechs Tipps, mit denen Sie die Zeit zwischen Raclette und Feuerwerk spielerisch verkürzen können. Bei einem Spiel geht es sogar in die Luft ...

Mal wird gemalt, mal geraten. Mal geht es um Geschicklichkeit, mal um Reaktionsvermögen. Um Timing und Gefühl. Unsere sechs Spieletipps bieten reichlich Abwechslung und dauern allesamt gar nicht so lange, dass sie vorm Knallen der Sektkorken um Mitternacht auch als "Sechskampf" ausgetragen werden können. Viel Spaß!

A Fake Artist Goes To New York

Alle Spieler malen zusammen ein Bild. Jeder macht genau zwei Striche. Allerdings ist einer unter den Spielern, der nicht weiß, welches Motiv der Spielleiter in Auftrag gegeben hat. Trotzdem kommt er irgendwann an die Reihe und muss versuchen, das Bild so geschickt fortzusetzen, dass niemand einen Verdacht schöpft. Denn niemand weiß, wer der Fake Artist ist. Wenn dieser falsche Künstler Glück hat, geben ihm die schon gesetzten Striche der anderen eine Ahnung davon, was gemalt werden soll. Wenn nicht, kann jeder gewagte Strich ihn auffliegen lassen. Wer zu vorsichtig agiert, fällt allerdings auch auf.

Foto: Karsten Grosser

Richtig lustig wird es, wenn ein wissender Künstler nicht erkennt, in welcher Form seine Vorgänger das Motiv darstellen wollten und er völlig verzweifelt irgendetwas aufs Blatt kritzelt. Sehr verdächtig! Denn am Ende stimmen alle darüber ab, wer wohl der Betrüger ist. Der Fake Artist und der Spielleiter gewinnen gemeinsam, wenn der Kunstfälscher nicht die meisten Stimmen erhält. Und wenn doch, dann kann der falsche Künstler immer noch siegen, wenn er das Motiv errät. Auch deshalb vermeiden es die wahren Künstler, allzu eindeutig zu malen. Und wandeln damit oft an der Schwelle zur abstrakten Kunst ... – A Fake Artist Goes To New York (Oink Games) von Jun Sasaki ist für 5 bis 10 Spieler ab 8 Jahren.

Go Go Gelato

Sicher, die meisten Eisdielen dürften in der Zeit zwischen Weihnachten und Silvester geschlossen haben. Doch Ihr als Eisverkäufer macht da eine Ausnahme und erfüllt selbst im Winter die ausgefallensten Wünsche der Kunden. Und zwar so schnell wie möglich. Die rote Kugel bitte in den blauen (Kunststoff-)Waffelbecher und den grünen darübergestülpt. Darauf kann ja gut noch die pinke Waffel mit der gelben Kugel gestellt werden. Und nun noch ... Mist! Der Mitspieler war schneller und sackt die Aufgabenkarte als Punkt ein.

Finden Sie den Fehler? Foto: Karsten Grosser

Hört sich einfach an? Vielleicht, aber die Kugeln dürfen nicht mit den Händen berührt, sondern nur mithilfe der Waffeln bewegt werden. Das erfordert mitunter logistische Überlegungen, um die Kugeln in die richtigen Waffelbecher zu kriegen. Wer als Erster fünf Aufgaben erfüllt, meldet "Ausverkauft" und macht als Sieger den Laden dicht. – Go Go Gelato (Pegasus Spiele) von Roberto Fraga ist für 2 bis 4 Spieler ab 6 Jahren.

Looping Louie

Kinderspiel? Nein, Looping Louie ist Kult und schon längst kein reines Kinderspiel mehr. Von Erwachsenen wird es mitunter als Trinkspiel missbraucht, Spaß ist aber auch ohne alkoholhaltiges Beiwerk garantiert. Im Mittelpunkt steht Bruchpilot Louie, der in seinem batteriebetriebenen Flugzeug im Kreis über die Hühnerställe der Spieler fliegt. Berührt er eines der Hühner auf der Stange, fällt es herunter.

Foto: Karsten Grosser

Um die eigenen Hühner zu schützen, hat jeder einen Hebel, mit dem er Louie hochkatapultieren kann. Abhängig von der Kraft, mit der auf den Hebel gedrückt wird, macht das Flugzeug einen kleiner Hüpfer oder gar einen Überschlag. Seine Faszination erfährt dieser fast schon 25 Jahre alte Hit dadurch, dass man die Hühner der anderen von der Stange holt. Mal mit Feingefühl im Finger, mal mit Gewalt. Da gackern selbst die Hühner vor Schadenfreude! Wer als letzter noch mindestens ein Huhn auf dem Hühnerstall hat, gewinnt. 

Die normale Version ist für vier Spieler ausgelegt. Doch längst gibt es inoffizielle Erweiterungen, die die Zahl der Spieler auf acht erhöht. Oder den Motor so tunt, dass Louies Flugverhalten unberechenbar wird und er sogar rückwärts fliegt. Und auf Star-Wars-Fans wartet Looping Chewie, bei dem der Wookie Chewbacca im Millenium Falcon die gegnerischen Stormtrooper erschreckt. – Looping Louie (Hasbro) ist für 2 bis 4 Spieler ab 8 Jahren.

Sag's mir! Personen

In diesem Teamspiel wird jede Persönlichkeit dreimal erklärt. In Runde eins darf der Erklärer den Begriff frei beschreiben. In Runde zwei ist lediglich ein Wort pro Begriff zulässig. Und in der dritten Runde sind nur noch pantomimische Hinweise und Geräusche erlaubt. Dass die Mitspieler in den späteren Runden trotz der reduzierten Erklärmöglichkeiten auf die richtigen Personen kommen, liegt natürlich daran, dass sie die Persönlichkeiten schon aus der Einstiegsrunde kennen. Wenn sie sich diese gemerkt haben ...

Foto: Karsten Grosser

40 Karten mit den Namen berühmter Menschen und Figuren liegen zu Beginn einer Partie im Nachziehstapel. Der aktuelle Erklärer hat dann eine Sanduhrlänge Zeit, um seinem Team so viele Persönlichkeiten wie möglich zu beschreiben. Das wird reihum so lange gemacht, bis alle Karten erraten wurden. Dann werden die 40 Karten wieder gemischt und es folgen die Runden zwei und drei. Weil hier entweder sprachliche oder nonverbale Kreativität gefragt ist, machen diese Runden besonders viel Spaß. – Sag's mir! Personen (Repos Production/Asmodee) von Peter Sarrett ist für 4 bis 12 Spieler ab 12 Jahren. Weitere Sag's-mir-Versionen gibt es auch zum Thema Filme oder speziell für Familien oder Kinder.

Tick ... Tack ... Bumm Chain Reaction

Ein Spiel, das wegen seines explosiven Charakters besonders gut zu Silvester passt. Seit 25 Jahren wandert bei Tick ... Tack ... Bumm ein Timer in Form einer Bombe von einer Hand in die andere. Ein Weitergeben ist erst erlaubt, wenn ein zur Aufgabe passendes Wort genannt wird. Die Urversion feierte im Jahr 2018 sein 25-jähriges Jubiläum. Seitdem ist eine Vielzahl an Varianten erschienen. Ganz neu: Chain Reaction. Wer dran ist, muss ein Wort passend zu einer der neun ausliegenden Kategorien nennen. Das Wort muss mit dem Buchstaben anfangen, das beim Wort des Vorgängers an letzter Stelle war. Einmal verwendete Kategorien dürfen nicht noch einmal gewählt werden.

Foto: Karsten Grosser

Hört sich einfach an? Nicht, wenn die Bombe in der Hand laut tickt und Zeitdruck aufbaut. Wann sie Bumm macht, ist stets offen; die Zeitspanne ist jedes Mal anders und liegt irgendwo zwischen 10 und 60 Sekunden. Und weil mitunter die Richtung der Bombenweitergabe wechselt, ist mancher schneller wieder an der Reihe als ihm lieb ist. Ertönt das Explosionsgeräusch, erhält der Spieler mit der Bombe in der Hand eine Strafkarte. Bei drei Strafkarten scheidet man aus. Wer hält durch?  – Tick ... Tack ... Bumm Chain Reaction (Piatnik) von Los Rodriguez, Andrew und Jack Lawson ist für mindestens 2 Spieler ab 12 Jahren.

Vollpfosten

Vollpfosten ist hier kein Schimpfwort, sondern beschreibt den Spieler, der als bester aus der letzten Runde hervorgegangen ist. Weil er scheinbar zu gut für die anderen Spieler war, muss der Vollpfosten in der nächsten Runde mit einem Handicap starten und seine Hände unter die Oberschenkel klemmen. Das ist wirklich ein Nachteil, denn es geht darum, so schnell wie möglich den besten der sechs hölzernen Pfosten aus der Mitte zu greifen.

Foto: Karsten Grosser

Je nach Würfelergebnis ist das mal der längste, mal der mit einem bestimmten Buchstaben gekennzeichnete. Oder auch der, auf dem das Tier mit den meisten Beinen zu sehen ist. Der Schwierigkeitsgrad lässt sich zudem verschärfen, indem nicht nur ein Würfel geworfen wird, sondern zwei, drei oder noch mehr, sodass Greifarten vorgegeben oder das eigentliche Kriterium ins Gegenteil verkehrt wird. Das erfordert nicht nur Reaktionsvermögen, sondern auch schnelle Hirnakrobatik.

Wer Albernheiten mag und will, nimmt auch noch die Würfel hinzu, die bestimmen, welche Aktionen vor dem Greifen erst noch ausgeführt werden müssen. Wie ein Hund bellen. In die Hände klatschen. Oder seinen Namen mit ausgestreckter Zunge rufen. Am Ende jeder Runde werden die drei besten Spieler mit unterschiedlich langen Holzsticks belohnt. Wer zum Schluss aus seinen Sticks die längste Linie bildet, gewinnt dieses verrückte Reaktionsspiel. – Vollpfosten (Zoch) von Antony Proietti ist für 3 bis 8 Spieler ab 7 Jahren.



Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN