Echtzeitspiel X-Code Dieses Kartenspiel wird zum Nervenkitzel, der auch körperlich fordert

Wer den Einstieg bei X-Code geschafft hat, darf Top-Secret-Fächer öffnen. Foto: Karsten GrosserWer den Einstieg bei X-Code geschafft hat, darf Top-Secret-Fächer öffnen. Foto: Karsten Grosser

Osnabrück. Wir müssen einen Code knacken, um einen Computervirus unschädlich zu machen. So lautet zumindest die Story bei X-Code. Tatsächlich geht es darum, Kartensets abzulegen. Und zwar schnell. Denn in diesem kooperativen Echtzeitspiel ist die Sanduhr unser Gegner. Sind wir zu langsam, verlieren wir. Was also tun?

Wir tauschen Karten. Aber nur mit Sitznachbarn. Karten mit gelben Pfeilen dürfen nur nach links weitergereicht werden, Karten mit blauen Pfeilen nur nach rechts. Wer eine Karte nimmt, muss auch eine geben. Um zu wissen, wer welche Karte braucht, darf jeder kommunizieren. „Ich brauche eine Sieben.“ – „Wer gibt mir eine Eins?“ Alle rufen gleichzeitig. Wer behält in der Hektik den Überblick? Wandern die Karten zum Richtigen? Wer drei gleiche Karten hat, darf dieses Set auf dem entsprechenden Zahlen- oder Symbolfeld auf dem Spielplan ablegen. Zwölf Sets sind nötig. Ein Nervenkitzel, der auch körperlich fordert.

Bei X-Code müssen Karten gesammelt und abgelegt werden – unter Zeitdruck. Foto: Karsten Grosser

Timer-App oder Sanduhr?

In den ersten Partien haben die Gruppen drei Minuten Zeit. Unnachgiebig rieselt der Sand durch die Engstelle der Uhr. Nicht immer behalten alle Spieler den Zeitmesser im Blick. Deshalb ist es besser, die extra für das Spiel entwickelte und kostenlose Timer-App auf das Smartphone zu laden und zu verwenden. Diese App gibt auch hörbare Signale, wenn der Countdown kurz vor dem Ende ist. Alles aus? Nein, denn Zeitkarten verschaffen etwas Luft. Dann darf die Sanduhr umgedreht werden. Das machen wir am besten dann, wenn der Sand fast vollständig in der unteren Hälfte liegt. Gibt halt mehr zusätzliche Zeit. In der App wird der Vorgang des Sanduhrdrehens hervorragend simuliert. Wir gewinnen nur dann, wenn alle Sets vor dem endgültigen Ablauf der Zeit auf dem Plan liegen.

Komfortable Timer-App: Die Zeit läuft ...

Aufgaben für Fortgeschrittene und Profis

Sind die ersten Trainingseinheiten geschafft, geht es richtig los. Level für Level wird es anspruchsvoller. Besonders toll: In Geheimfächern sind Aufgaben für Fortgeschrittene und Profis hinterlegt. Schon neugierig? Zu recht. Denn diese Überraschungen sind es, die X-Code verführerisch machen. 

Hat man jedoch ein Level geschafft, verfliegt ein wenig der Reiz, dieselbe Aufgabe ein weiteres Mal anzugehen. Insgesamt lohnt es sich jedoch, X-Code zu erkunden – trotz der aufgesetzten Hintergrundgeschichte. Allein der Mechanismus vermag bis zum Ende der mehr als ein Dutzend Levels zu fesseln. Weil alle Spieler zu jeder Zeit involviert sind. Niemand kann sich zurücklehnen. Alle müssen zuhören. Müssen checken, welche Karte zu wem wandern muss. Und vor allem dürfen sie die Zeit nicht vergessen. Und schämt Euch nicht, wenn ihr spätestens bei den Profi-Aufgaben kurz vorm Verzweifeln seid ...

Spiel-Stenogramm

X-Code
  • Autor: Kasper Lapp 
  • Verlag: Amigo Spiele 
  • Spieler: 2 bis 8 Spieler 
  • Alter: ab 10 Jahren 
  • Dauer: 15 Minuten
  • Würfelwert: 4 (gut)


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN