Vorsicht Schimmelbefall Wie erkennt man eine frische Walnuss?

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Auch Walnüsse können zum Vorrat für Eichhörnchen gehören. Foto: dpa/Ingo WagnerAuch Walnüsse können zum Vorrat für Eichhörnchen gehören. Foto: dpa/Ingo Wagner

Osnabrück. Walnüsse sind im Herbst beliebt. Doch woran erkennt man, ob die Nuss frisch ist?

Eichhörnchen sammeln derzeit ihre Vorräte für den Winter und vergraben sie, darunter können auch Walnüsse sein. Doch die flinken Nagetiere können nicht unterscheiden, ob eine Nuss gut oder schlecht ist: Sie verbuddeln erst einmal alles, allein bis zu 10 000 verschiedene Nüsse im Jahr können das sein. So kann sich die eine oder andere Schale als leer entpuppen, als sogenannte taube Nuss, was nach dem heißen und trockenen Sommer in diesem Jahr öfter der Fall sein kann. Darauf haben Naturschützer unlängst hingewiesen. Für Verbraucher gibt es dagegen aber ein paar Tipps, wie sie sich vor einer solchen Enttäuschung beim Kauf oder nach der eigenen Ernte von Walnüssen bewahren können. Hier wichtige Fragen und Antworten zum Thema:

Woran erkennt man, dass eine Walnuss frisch ist? 

Ein einfacher Test kann eine schnelle Antwort geben: Klappere beim Schütteln der Nuss der Kern in der Schale, sei dies ein Hinweis darauf, dass die Nuss alt, eingetrocknet oder verschimmelt sei, erklärt die Verbraucherzentrale Bayern. Die Schale sollte weder Risse noch Schimmel aufweisen. Die Nüsse sollten auch nicht ranzig riechen.

Kleine schwarze Stellen auf unbehandelten Walnüssen seien aber unbedenklich, so die Verbraucherschützer. Aber: Der Kern kann verdorben sein, auch wenn die Nuss äußerlich unbelastet erscheint. Dünne weiße Fäden im Inneren weisen ebenso darauf hin wie ein weißer Film, der den Kern überzieht. Denn Walnüsse seien relativ empfindlich für einen Schimmelbefall, worauf der Verbraucher vor dem Verzehr achten sollte: „Befallene Nüsse enthalten Schimmelpilzgifte, sogenannte Aflatoxine. Diese Gifte können Leber und Niere schädigen, das Erbgut verändern und Krebs erregen“, erklärt die Verbraucherzentrale.

Was tun bei Schimmelbefall?

„Verschimmelte Walnüsse gehören in den Abfall“, rät Anja Schwengel-Exner, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Bayern. Die Schimmelpilzgifte sind hitzestabil. Sie lassen sich also auch nicht zerstören, indem man die Nüsse röstet.

Wie bewahrt man Walnüsse am besten auf?

Frisch geerntete Walnüsse mit Schale halten sich in einem Netz oder einer Holzkiste dunkel, trocken und luftig gelagert etwa ein Jahr. Geschält oder gemahlen halten sich Nüsse im Kühlschrank bis zu vier Wochen, tiefgefroren bis zu einem Jahr


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