"Goldener Windbeutel" Dreistester Werbeslogan: Diese fünf Produkte stehen zur Auswahl

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Kids Tomato Ketchup von Heinz, Erbsen Eintopf von Gut und Günstig (Edeka), Glacéau Smartwater von Coca-Cola, Corny Milch von Schwartau und Bratöl Olive von Dennree sind die fünf Kandidaten für die Verleihung "Goldener Windbeutel" 2018. Foto: FoodwatchKids Tomato Ketchup von Heinz, Erbsen Eintopf von Gut und Günstig (Edeka), Glacéau Smartwater von Coca-Cola, Corny Milch von Schwartau und Bratöl Olive von Dennree sind die fünf Kandidaten für die Verleihung "Goldener Windbeutel" 2018. Foto: Foodwatch

Berlin. Die Verbraucherorganisation Foodwatch verleiht den "Goldenen Windbeutel" für den dreistesten Werbeslogan des Jahres. Es gibt fünf aussichtsreiche Kandidaten.

Über diese Auszeichnung können sich die "Geehrten" nicht freuen: Die Verbraucherorganisation Foodwatch vergibt zum achten Mal in Folge den "Goldenen Windbeutel" für den dreistesten Werbeslogan. In die Endauswahl haben es fünf Produkte geschafft. Eine Vorstellungsrunde.

"Smartwater" 

"Glacéau Smartwater" von Coca Cola. Foto: foodwatch

Mit 1,65 Euro kommt das "Glacéau Smartwater" von Coca Cola etwa bis zu sieben Mal teurer als herkömmliches Mineralwasser daher – den hohen Preis zahlen Verbraucher wohl aber umsonst. Laut Foodwatch verbirgt sich hinter dem beworbenen "Dampf-destillierten" Wasser ein simpler Trick. So würde das Wasser zuerst verdampft und dann wieder aufgefangen. Dabei verloren gegangene Mineralstoffe würden später künstlich wieder hinzugefügt. Foodwatch bezeichnet diesen Vorgang als "ernährungsphysiologisch völlig unnütz". 

Oliven-Bratöl

"Bratöl Olive" von Dennree. Foto: foodwatch

Im "Bratöl Olive" der Bio-Marke Dennree ist laut Foodwatch nicht wirklich das enthalten, was es verspricht. Es bestünde zur Hälfte aus weniger hochwertigem Sonnenblumenöl. Über die Beschwerde-Plattform www.schummelmelder.de waren mehr als hundert Produkte eingereicht worden, von denen Verbraucher getäuscht worden sein sollen. Das "Bratöl Olive" suggerierte laut einer Verbraucherin, "dass es sich ausschließlich um Olivenöl handelt. Leider enthält es aber nur 51% Olivenöl.“ 

Erbseneintopf

Erbseneintopf von "Gut und Günstig". Foto: foodwatch
"Garantiert ohne: geschmacksverstärkende Zusatzstoffe und Farbstoffe" – so bewirbt die Edeka-Marke "Gut und Günstig" einen Erbseneintopf aus der Dose. Die Zutatenliste auf der Rückseite spricht allerdings ganz andere Bände. Dort sind laut Foodwatch im Kleingedruckten insgesamt zehn Zusatzstoffe aufgelistet. Von "garantiert ohne" kann hier also keine Rede sein. 


Heinz-Ketchup

Ketchup-Variante "Kids" von Heinz. Foto: foodwatch

Als dreiste Verbrauchertäuschung sieht Foodwatch auch die Ketchup-Variante "Kids" von Heinz an. Damit würden "Eltern abgezockt". So koste eine Flasche Kids-Ketchup bis zu 40 Prozent mehr als das Pendant für Erwachsene, dabei sei der Inhalt aber exakt derselbe. Auch weisen die Verbraucherschützer darauf hin, dass laut Weltgesundheitsorganisation gezuckerte Ketchups überhaupt nicht für Kinder beworben werden sollten.

Müsli-Riegel

"Corny Milch" von Schwartau. Foto: foodwatch

Als gesunde Zwischenmahlzeit bewirbt Hersteller Schwartau seinen Corny-Müsliriegel auf der Verpackung. Dabei ist der Snack laut Foodwatch alles andere als gesund, sondern bestehe zur Hälfte aus Zucker und Fett. 

Foodwatch will mit der Auszeichnung "Goldener Windbeutel", die Hersteller dazu bringen ihre Produkte "ehrlich und leicht verständlich zu kennzeichnen". Die Verbraucherorganisation sieht auch die Politik in der Pflicht, die für "klare gesetzliche Kennzeichnungsvorgaben" sorgen müsse. 

Verbraucher können noch bis Anfang Dezember auf der Webseite www.foodwatch.de aus den fünf Kandidaten ihren Favoriten für den Schmähpreis auswählen. Im letzten Jahr erhielt den "Goldenen Windbeutel" ein überzuckerter Kinderkeks von Alete.


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