Zehn Tipps für Herbst und Winter So kommen Sie gut gelaunt durch die dunkle Jahreszeit

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Von der natürlichen Heiterkeit der Kinder können Erwachsene sich im Winter eine Scheibe abschneiden. Foto: picture alliance/David Samuel Vogt/Weihnachten im Schuhkarton/obsVon der natürlichen Heiterkeit der Kinder können Erwachsene sich im Winter eine Scheibe abschneiden. Foto: picture alliance/David Samuel Vogt/Weihnachten im Schuhkarton/obs

Hamburg. Im Winter neigen viele dazu, in Lethargie oder eine negative Grundstimmung abzurutschen. Mit diesen zehn Tipps können Sie dem entgegenwirken.

Wahnsinn, war das nicht ein genialer Sommer? Umso schwerer dürfte es jetzt fallen, den Blick auf die nahende Winterzeit, die auch als dunkle Jahreszeit bekannt ist, zu richten. Doch der goldene Oktober neigt sich langsam dem Ende. Und für nicht wenige beginnt damit die Zeit der schlechten Laune oder gar Winter-Depression. Um dem vorzubeugen oder wenigstens entgegenzuwirken, haben wir zehn Tipps, mit denen Sie gut gelaunt durch den Winter kommen:

1. Genießen, aber mit Bedacht

Besonders während der Weihnachtstage neigen wir dazu, vermehrt deftige Gerichte à la Gänsekeule mit Klößen und Rotkohl zu verputzen. Daran muss sich auch nichts ändern. Allerdings benötigt der Körper viel Energie bei der Zersetzung von fetthaltiger Nahrung. Das führt dazu, dass wir uns schlaff, lethargisch und kraftlos fühlen.

Um dem entgegenzuwirken, einfach hin und wieder etwas Leichtes zu sich nehmen. Besonders gut eignen sich Suppen. Die sind lecker, leicht bekömmlich und im besten Fall kalorienarm. Dann kann man sich auch guten Gewissens den ein oder anderen Schokoladen-Weihnachtsmann gönnen.

Für mehr Abwechslung in den Wintermonaten, mal eine Kürbissuppe zaubern. Foto: picture alliance/Ariane Bille/BVEO/dpa-tmn

2. Obst und Gemüse satt

Selbstverständlich ist es immer gut, viel Obst und Gemüse zu essen. In den Wintermonaten gilt das aber ganz besonders. Denn Obst und Gemüse spenden lebenswichtige Vitamine und Mineralstoffe, die unser Immunsystem stärken. Die ideale Erkältungsvorbeugung in der kalten Jahreszeit.

Zu den heimischen Gemüsesorten gehören beispielsweise diverse Kohlsorten, die mit ihren Ballaststoffen Schwung in den Darm bringen. Auch diverse Wurzelgemüse kommen im Winter frisch vom Feld auf den Tisch: Rote Beete bringt blutbildendes Eisen und Möhren versorgen uns mit Beta-Carotin und Vitamin A. Außerdem ist es jetzt wieder an der Zeit für leckere Orangen und Mandarinen, die den Vitamin-C-Haushalt auffüllen.

Obst und Gemüse: Gerade im Winter ein wichtiger Vitamin-Lieferant. Foto: picture alliance/Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

3. Warm anziehen und raus gehen

Klar, im Winter kuschelt man sich gerne mal Zuhause in den Sessel oder aufs Sofa. Aber das Einkuscheln ist noch schöner, wenn man vorher etwas aktiv war. Das belebt Geist und Körper. 

Völlig egal, ob Sie alleine losziehen oder einen ausgedehnten Spaziergang mit Familie oder Freunden unternehmen: Hauptsache, Sie gehen raus. Die Natur hat so viel zu bieten – egal, ob in der Nähe der Küste, Wäldern oder Seen. 

Frische Luft und Bewegung tun immer gut, aber im Winter ganz besonders. Foto: (c) dpa - Bildfunk

4. Fenster auf – frische Luft rein

Der Mensch verbringt einen Großteil seiner Zeit in geschlossenen Räumen. Die Qualität der Raumluft spielt daher eine wichtige Rolle – auch für unsere Gesundheit. Staub, Zigarettenrauch, Bakterien, Gerüche – all dies beeinträchtigt die Qualität der Luft. Da schafft nur regelmäßiges Lüften Abhilfe.

Zu geringe Luftfeuchtigkeit trocknet die Schleimhäute aus, dann können sich Bakterien und Viren schneller ausbreiten und eine Erkältung hervorrufen. Zu hohe Luftfeuchtigkeit wird schnell als drückend empfunden; sie kann entstehen, wenn man zu selten lüftet. Richtig gut ist es, vier Mal täglich die "alte" Luft gegen "neue" auszutauschen. 

Durch regelmäßiges Lüften beugt man Lethargie und Ansteckungsgefahren vor. Foto: picture alliance/Nicolas Armer/dpa

5. Sport gegen den Winter-Blues

Egal, ob Laufen, Schwimmen, Radfahren oder Krafttraining: Die Hauptsache ist, Sport zu treiben und aktiv zu bleiben. Denn zum einen schmeckt das Essen viel besser, wenn man es sich zuvor beim Training "verdient" hat und zum anderen wirkt sich Training positiv auf die Gesundheit aus. 

Viel Bewegung lässt die Serotoninspiegel steigen und wirkt dadurch ähnlich wie ein Antidepressiva. Zudem begünstige Sport das Wachstum neuer Nervenzellen im limbischen System. Das hat Dr. Henning Budde von der Medical School Hamburg (MSH) in einer Mega-Analyse eruiert.

Schwimmen ist ein wunderbarer Ausdauersport, der sich auch im Winter gut praktizieren lässt. Foto: dpa/Fredrik von Erichsen

6. Regelmäßiges Saunieren

Regelmäßige Saunabesuche sind eine sehr gute Möglichkeit, die Erkältungssaison unbeschadet zu überstehen. Sie stärken das Immunsystem, trainieren Herz und Kreislauf und sind außerdem gut für die Haut. Aber nicht nur für den Körper ist das intensive Schwitzen eine Wohltat.

Saunabesuche heben auch die Stimmung, mildern Reizbarkeit, Schlafstörungen und Kopfschmerzen. Zudem werden Giftstoffe und überschüssiges Kochsalz, das der Körper aus der Nahrung speichert, mit dem Schweiß ausgespült.

Regelmäßige Saunabesuche stärken das Immunsystem. Experten empfehlen zwei Saunagänge pro Woche. Foto: picture alliance/vabali spa Düsseldorf/vabali spa Düsseldorf/obs

7. Innere Uhr austricksen 

Besonders im Winter kommen wir morgens schwer aus dem Bett. Hier kann ein Lichtwecker eine große Hilfe sein. Er simuliert 30 Minuten vor dem Klingeln einen Sonnenaufgang und sorgt für helles Licht im Schlafzimmer. Dadurch wird dem Gehirn signalisiert: Es ist Tag, Zeit zum Aufstehen.

Tatsächlich sind wir im Winter früher müde, denn das Schlafbedürfnis richtet sich danach, wie viele Stunden es hell ist. Um dieses Bedürfnis auszutricksen, eignet sich etwa eine Lichttherapie. Spezielle Lampen sind dafür nicht nötig. Eine Lichtquelle mit 200 bis 300 Lux reicht meistens.

Lichtwecker sind besonders in der Winterzeit eine gute Idee, um morgens besser aus den Federn zu kommen. Foto: dpa/licht.de

8. Trinken, trinken, trinken

Das ist natürlich keine völlig neue Erkenntnis und auch nicht nur im Winter gültig, aber die Auswirkungen eines üppigen Getränke-Konsums sind im Winter noch spürbarer. Denn aufgrund der Kälte wird man schnell zum Bewegungsmuffel. Somit schwitzt man weniger und das Durstgefühl kann nachlassen. Folglich trinken viele Menschen im Winter viel zu wenig und sind sich der Folgen meist gar nicht bewusst.

Um das Immunsystem mit den nötigten Vitaminen zu versorgen, stellen Zitrusfrüchte wie Orangen, Zitronen oder auch Grapefruits aufgrund ihres hohen Gehalts an Vitamin C und ihrer antioxidativen Wirkung eine optimale Abwechslung dar.

Machen Sie sich gleich eine Kanne Tee, dann vergessen Sie auch nicht ausreichend zu trinken. Foto: picture alliance/Karl-Josef Hildenbrand/dpa

9. Urlaubsfotos aufhängen

Viele Menschen zieht es in den winterlichen Monaten der Sonne hinter gen Süden, um den Vitamin-D-Haushalt wieder etwas aufzufüllen. Allerdings verkraftet nicht jeder die langen Flüge in die Sonne inklusive Zeitumstellung. Der Kreislauf kann dadurch ordentlich durcheinander gewirbelt werden.

Eine andere Möglichkeit, sich von der nass-kalten Winterzeit abzulenken, ist, Urlaubsfotos aufzuhängen und sich somit die schönen Erinnerungen an den Sommer wieder vor Augen zu führen. 

Ein richtiger Ersatz für einen Strandurlaub sind Fotos zwar nicht, aber in dunklen Stunden, können einen auch die Erinnerungen wärmen. Foto: dpa/Andrea Warnecke

10. Einfach gut gehen lassen

Bei diesen ganzen Tipps hat eines aber oberste Priorität: Sie müssen sich wohl fühlen. Und wenn Ihnen nichts von den angeführten Tipps zusagt, weil Sie schon ihre eignen Mechanismen gefunden haben, um die dunkle Jahreszeit gut gelaunt zu überstehen, bleiben Sie dabei. Denn niemand kennt Sie so gut wie Sie sich selbst.

Wenn Sie sich in der Winterzeit einfach mal einkuscheln wollen, um ein gutes Buch zu lesen – tun Sie das. Foto: dpa - Bildfunk


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