Fleckig gleich faul? Was Stippen auf dem Apfel bedeuten

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Reife Äpfel an einem Baum auf einer Plantage. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpaReife Äpfel an einem Baum auf einer Plantage. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Osnabrück. Ist ein Apfel mit kleinen, braunen Punkte noch genießbar? Was bedeuten diese sogenannten Stippen?

Manchmal erkennt man sie schon am Apfel, wenn er noch am Baum hängt. Manchmal tauchen sie aber erst bei der Lagerung der Frucht auf: Die Rede ist von kleinen, braunen, trockenen und leicht eingesunkenen Punkten auf der Schale. Man sieht die Flecken, wenn man den Apfel aufschneidet. „Es handelt sich hierbei um die sogenannte Stippe, meist hervorgerufen durch einen Kalziummangel der Äpfel“, erklärt Silke Noll, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Bayern.

Fleckig heißt aber nicht gleich faul: Stippige Äpfel kann man trotzdem essen, so die Verbraucherzentrale. Ist der Befall jedoch stark ausgeprägt, schmeckt das Fruchtfleisch rund um die befallenen Stellen zu bitter.

Die Mangelerscheinung kann auftreten, wenn die Bäume wetterbedingt nicht genug Wasser bekommen. Besonders anfällig sind deshalb Apfelsorten mit großen Früchten. Dazu zählen zum Beispiel Boskop, Gravensteiner, Goldparmäne und Jonagold. Auch ein starker Baumschnitt oder ein nicht optimales Nährstoffverhältnis im Boden, könne einen Stippenbefall hervorrufen, so die Verbraucherzentrale.

Äpfel können aber noch einen anderen Schönheitsfehler haben, der nicht vom Verzehr abhalten sollte, erklärt die Initiative „Zu gut für die Tonne!“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft: So deuten wässrige, durchscheinende Stellen auf einen hohen Zuckergehalt hin, wodurch sich Flüssigkeit in den Zwischenzellräumen anlagert. Sofern nicht mehr als ein Drittel des Apfels betroffen ist, kann man ihn auch noch lagern.

Generell können Äpfel, so "Zu gut für die Tonne!" weiter, unter idealen Lagerbedingungen etwa drei bis fünf Monate halten. Dazu gehört, dass man die druckempfindlichen Äpfel nach Möglichkeit nicht gestapelt an einem kühlen, dunkeln Ort „mit Folie abgedeckt, bei hoher Luftfeuchtigkeit und gut durchlüftet“ lagert. Zum Beispiel im Keller oder auf kühlen Dachböden.


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