Gute Schattenspender im Garten Nussbäume werden immer beliebter

Von Ingrid Beucke-Adler

Meine Nachrichten

Um das Thema Gut zu wissen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Walnüsse werden aufgesammelt, wenn sie reif sind, und nicht vorher geerntet. Foto: Ingrid Beucke-AdlerWalnüsse werden aufgesammelt, wenn sie reif sind, und nicht vorher geerntet. Foto: Ingrid Beucke-Adler

Osnabrück. Private Gartenbesitzer pflanzen wieder öfter Walnussbäume. Dieses Jahr ist ein extrem gutes Nuss-Jahr: Die Bäume hängen so voll wie selten zuvor. Wer einen neuen Nussbaum pflanzen möchte, kann das jetzt noch gut tun.

Ende September bis Mitte Oktober reifen die Walnüsse. Bevorzugt fallen sie bei feuchtem Wetter. Dann erwacht der Sammlertrieb von Gartenfreunden nach dem gesunden „Fast Food“. Ernährungswissenschaftler empfehlen, täglich mindestens fünf der Kraftpakete zu verzehren.

Früher wurden Walnussbäume gern als Hausbäume gepflanzt. Im Schatten dieser großen Bäume lässt sich gut sitzen, weil die Blätter einen Duftstoff aussenden, der Insekten fernhält. Heute haben viele Grundstücke nicht den Zuschnitt, um solche hoch und breit wachsenden Bäume zu pflanzen, die manchmal Jahre bis zur ersten nennenswerten Ernte brauchen. Das haben die Züchter erkannt, die schon länger auch veredelte, niedrig bleibende Bäume anbieten, die oft schon in den ersten Jahren Nüsse tragen.


In diesem Jahr fällt die Walnuss-Ernte besonders prall aus. Foto: Ingrid Beucke-Adler


Im Oktober und dann wieder im März ist die beste Zeit, Nussbäume zu pflanzen. Ob hochwachsend oder niedrig bleibende Nussbäume: Alle sollten veredelt sein. Fachleute raten, auch wegen der Befruchtung verschiedene Sorten zu pflanzen.

Sorten für alle Lagen

Die Sorte „Geisenheimer Nr. 139“ hat sich in der hiesigen Gegend gut bewährt. Für rauere Gegenden wurde die „Finkenwerder Deichnuss Royal“ gezüchtet. Die Sorte hat große Nüsse mit süßem Aroma, die sich leicht trocknen lassen. Sie treibt spät aus und ist dadurch wenig frostgefährdet. Die hellschalige Frucht reift Ende September. Die „Rote Donaunuss“ hat einen dekorativen roten Kern, der sich leicht herauslösen lässt. Der Ertrag ist hoch.

Walnüsse lieben freie Baumscheiben. Große Nussbäume können im Laufe der Zeit bis 20 Meter hoch werden und eine Fläche von 80 bis 100 Quadratmetern einnehmen. Die kleinsten, wie die Zwergnuss (Juglans fertiles), passen in jeden Schrebergarten oder sogar in Kübel auf der Terrasse.


Die Arbeit fängt erst nach dem Aufsammeln an, denn nun heißt es, die Nüsse zu trocknen. Foto: Ingrid Beucke-Adler


Nüsse werden nicht gepflückt, sondern gesammelt, wenn sie reif vom Baum gefallen sind. Sie sollten täglich eingesammelt werden, damit sie nicht schimmeln.

Nuss-Schimmel ist besonders gesundheitsschädlich. Nüsse mit schwarzer Schale sind in jedem Fall zu entsorgen. Bei der Nussernte werden zunächst die eventuell noch haftenden grünen Außenschalen entfernt.

Nüsse gut trocknen

Wer bereit ist, die Nüsse auf großen Sieben, die von Ventilatoren belüftet werden, zu trocknen, kann die Nüsse in lauwarmen Wasser mit einem Schuss Essig und einer Bürste waschen. Danach müssen sie gut abgetrocknet werden, damit sie nicht viel Feuchtigkeit aufnehmen. Andernfalls wird die Reinigung nur mit einer Bürste empfohlen.

Auf keinen Fall können Nüsse im Backofen getrocknet werden, denn die heiße Trocknung schadet dem Kern. Stattdessen sollten sie bei Zimmertemperatur locker ausgebreitet und täglich per Hand umgewälzt werden. Es dauert einige Wochen, bis sie wirklich trocken und über Monate haltbar sind.

Schaderreger plagen auch die Walnussbäume. In erster Linie ist es die Walnussfruchtfliege. Die ersten Anzeichen eines Befalls sind kleine schwarze Punkte in der grünen Hülle der heranreifenden Frucht. Sie wird dann weich und matschig und später schwarz. Der Nusskern wird nicht geschädigt.

Weiter sind die Blätter häufig von der Blattfleckenkrankheit befallen, die durch Bakterien und Pilze hervorgerufen wird, und auch die grünen Hüllen der Nüsse können darunter leiden. Der Nusskern wird ebenso befallen und dadurch ungenießbar. Die beste Lösung ist, diese schwarzen Nüsse sofort aufzusammeln und zu entsorgen.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN