Tipps vom Blog Elisabeth Green So gelingt der Umstieg auf Naturkosmetik

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Bloggerin Elisabeth vom Blog Elisabeth Green. Foto: visuellepoeten.deBloggerin Elisabeth vom Blog Elisabeth Green. Foto: visuellepoeten.de

Osnabrück. Es gibt immer mehr Naturkosmetikprodukte in den Drogeriemärkten, jetzt ziehen sogar die Supermärkte wie Edeka nach. Doch was muss man beachten, wenn man von konventioneller Kosmetik auf Naturkosmetik umsteigen möchte? Bloggerin Elisabeth vom Blog Elisabeth Green gibt Tipps für den Wechsel im Badezimmerregal.

Die Berlinerin bloggt seit 2013 auf Elisabeth Green. Mittlerweile ist ihre Plattform mehr als nur ein Hobby: Regelmäßig gibt sie Tipps zu neuen Produkten im Bereich Naturkosmetik, aber auch generell zum Thema nachhaltig Leben. Mit ihrem Blog war sie vor fünf Jahren eine der ersten Blogger in dem Bereich, die sich diesem Thema widmeten. Ihr Anliegen, das sie bis heute umsetzt: Ihre Erfahrungen festhalten, um damit anderen Menschen weiterzuhelfen. Im Interview mit unserer Redaktion erklärt sie, worauf es bei einem Umstieg  auf Naturkosmetik ankommt.

Ich möchte auf Naturkosmetik umsteigen, worauf muss ich achten? Helfen dabei auch Apps wie Codecheck?

Ich selbst verwende Codecheck nicht und würde die App nur zur Orientierung empfehlen. Auf der sicheren Seite ist man auf jeden Fall, wenn man auf zertifizierte Naturkosmetik setzt. Bei zertifizierten Produkten – zum Beispiel durch Natrue oder BDIH – kann man sich sicher sein, dass nur Inhaltsstoffe verwendet werden, die für echte Naturkosmetik zugelassen sind. (Weiterlesen: Naturkosmetik: Das müssen Sie wissen und beachten)

Mikroplastik ist in zertifizierter Naturkosmetik zum Beispiel nicht erlaubt.Bloggerin Elisabeth vom Blog Elisabeth Green

Ich selbst achte darauf, dass Produkte einen hohen Anteil an Bio-Rohstoffen aufweisen – das ist auch bei Naturkosmetik nicht automatisch gegeben. Eine Marke, die hier Vorreiter ist, ist zum Beispiel Martina Gebhardt mit dem strengsten Bio-Label überhaupt: Demeter.

Außerdem ist es mir wichtig, dass Produkte mild formuliert sind und meine Haut nicht irritieren. Zu den Inhaltsstoffen, die ich eher meide, zählen (größere Mengen) Alkohol und scharfe Tenside.

Welche Siegel empfehlen Sie und warum?

Für Einsteiger sind generell alle großen Siegel empfehlenswert, da sie als Entscheidungshilfe dienen (Demeter, BDIH, NATRUE, EcoCert). Da ich mich inzwischen aber sehr gut mit Inhaltsstoffen auskenne, sind Naturkosmetik-Siegel für mich nicht alleiniges Kaufargument. Denn insbesondere kleine Marken können sich eine Zertifizierung oftmals nicht leisten. Ich studiere immer die Inhaltsstoffe. (Weiterlesen: Das sind die wichtigsten Siegel für Naturkosmetik)

Sind günstige Produkte genauso empfehlenswert wie teure?

Das kann man so und auch im Umkehrschluss nicht pauschal sagen. In der Regel sind in teureren Produkten höherwertigere Inhaltsstoffe (zum Beispiel aus Bio-Anbau) enthalten. Aber auch die Verpackung und das Marketing spielen immer eine Rolle. Ich setze eher auf hochwertige Bio-Kosmetik, habe aber auch ein paar Schätze für wenige Euro im Badschrank und Kosmetiktäschchen.

Muss ich jetzt alle meine Produkte, die bedenklich sind, wegwerfen?

Das muss jeder für sich selbst entscheiden. Nachdem ich angefangen habe, mich mit Inhaltsstoffen auseinanderzusetzen, wollte ich bestimmte Substanzen einfach nicht mehr auf meiner Haut haben und habe rigoros aussortiert. Aus Gründen der Nachhaltigkeit sind statt der Entsorgung auch Verschenken oder Zweckentfremden der Produkte denkbar.

Was genau meinen Sie mit Zweckentfremden?

Ich habe festgestellt, dass viele Menschen zuerst bei Gesichtspflegeprodukten genauer hinsehen. Gegebenenfalls kann eine Gesichtscreme, die man aussortieren möchte, noch als Hand- oder Fußpflege herhalten. Oder auch ein Shampoo zum Wäschewaschen. Das mache ich selbst sogar hin und wieder mit Naturkosmetik, um zum Beispiel im Urlaub mit weniger Gepäck unterwegs zu sein.

Ist das gut für meine Haut und Haare, wenn ich jetzt verschiedene Produkte ausprobiere, bis ich das richtige gefunden habe?

Bei mir hat es Monate bzw. in manchen Produktkategorien sogar Jahre gedauert, bis ich die für mich passenden Produkte gefunden habe. Für den Einstieg empfehle ich, auf eine Pflegelinie zu setzen. Bei mir war das damals Lavera. Die Produkte sind recht preiswert und gut verfügbar. Nach und nach habe ich mich dann nach anderen Produkten umgesehen und Neues ausprobiert, da mich andere Marken und bestimmte Inhaltsstoffe mehr interessiert haben. Einen ständigen Wechsel würde ich nicht empfehlen. Noch ein Tipp von mir: Eher nach speziellen Inhaltsstoffen schauen und nicht auf Markenversprechen vertrauen. Stoffe wie Aloe Vera und Hyaluronsäure zählen beispielsweise zu meinen Favoriten, da diese Feuchtigkeit spenden, von der jede Haut profitiert.




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