Ein wenig Gemütlichkeit Was ist eine Kemenate?

Meine Nachrichten

Um das Thema Gut zu wissen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Zum Verweilen: Feuerstelle in einer Burg. Foto: colourbox.deZum Verweilen: Feuerstelle in einer Burg. Foto: colourbox.de

Osnabrück Es hört sich ziemlich veraltet an, wenn jemand davon spricht, sich in seine Kemenate zurückzuziehen – doch wo kommt der Begriff eigentlich her?

Es gibt Gaststätten sowie Orte für Kulturveranstaltungen, die den Zusatz „Kemenate“ im Namen haben. Darüber hinaus gibt es auch Standesämter, die sich in einer solchen befinden.

Wer ein Faible für historische Bauwerke hat, der wird sich in diesen unterschiedlich genutzten Kemenaten sicher wohlfühlen. Denn dieser Begriff suggeriert eine warme, gemütliche Atmosphäre. Doch woran liegt das?

Das Wort hat seine Ursprünge im lateinischen „Caminata“. Womit im Mittelalter – in einer Zeit also, in der das noch als eine Besonderheit galt – ein beheizbarer Raum in einer Burg gemeint war, zumeist wurde er als Frauengemach genutzt. In dem lateinischen Begriff steckt auch der Hinweis auf die damalige Art der „Heizung“: caminus, der Kamin. Die „Kemenate“ befand sich als Hinterhaus eines Fachwerkbaus in einem Steingebäude. Dort war man auch vor Eindringlingen geschützt.

Übrigens: Das Europäische Burgeninstitut sammelt in seiner Datenbank „Ebidat“ Geschichten und Geschichte von Burgen in Deutschland, Dänemark, Finnland, den Niederlanden, Österreich, der Slowakei, Tschechien und Ungarn. Man kann sie hier einsehen.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN