Fälle in Osnabrück und Emsland Radmuttern gelöst: So können sich Autofahrer schützen

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Wenn unbekannte Täter Radmuttern an Autos lösen, kann es schnell gefährlich werden. Im schlimmsten Fall kann der Autofahrer das Rad bei der Fahrt verliert und einen Unfall verursachen. Wie können sich Autofahrer davor schützen? Foto: dpaWenn unbekannte Täter Radmuttern an Autos lösen, kann es schnell gefährlich werden. Im schlimmsten Fall kann der Autofahrer das Rad bei der Fahrt verliert und einen Unfall verursachen. Wie können sich Autofahrer davor schützen? Foto: dpa

Osnabrück. Wenn unbekannte Täter Radmuttern an Autos lösen, kann es schnell gefährlich werden. Im schlimmsten Fall kann sich das Rad komplett vom Auto lösen, ein Unfall ist dann schwer zu vermeiden. Wie können sich Autofahrer davor schützen?

Immer wieder lösen Unbekannte Radmuttern an Privatautos - aber auch an Rettungswagen. Im Emsland und in der Grafschaft Bentheim zählt die Polizei mehr als 30 Fälle von gelösten Radmuttern in den vergangenen Monaten. Auch in Osnabrück sind solche Vorfälle bekannt. Nach Angaben der Polizeiinspektion Osnabrück gab es im Jahr 2017 18 Fälle in Stadt und Landkreis Osnabrück, vier davon im Osnabrücker Stadtgebiet. Bis zum 21. August dieses Jahres hat die Polizei elf Fälle registriert, fünf davon in der Stadt.

Tipps für Autofahrer

Aus Sicht von Polizei und ADAC ist die sicherste Lösung, die Radmuttern bereits vor der Fahrt zu kontrollieren. Außerdem können Fahrer die Position der Radverschraubung mit einem Stift markieren. Auf diese Weise erkennt der Fahrer, ob an den Schrauben gedreht wurde. Ein weiterer Tipp des ADAC sind Schrauben- oder Bolzenköpfe, deren Form nicht denen der handelsüblichen Standardschraubenköpfe entspricht. 

Diese werden unter anderem bei Felgenschlössern als Schutz vor Räderdiebstählen verwendet. Um diese Verschraubungen zu lösen, müssen individuell geformte Schlüssel verwendet werden. Der ADAC weist allerdings darauf hin, dass alle Verschraubungen abweichende Köpfe haben müssen. Denn es reicht aus, wenn einzelne Radmuttern gelöst wurden, damit auch die anderen Schrauben überlastet werden. 

Der Autoclub rät dazu, jede Manipulation an den Schrauben bei der Polizei anzuzeigen. 

Wie erkennen Autofahrer, dass an den Radmuttern geschraubt wurde?

Nach Angaben des ADAC kann man nicht immer davon ausgehen, dass der Autofahrer die gelösten Radmuttern so schnell bemerkt, dass ein Unfall oder eine Panne vermieden werden kann. 

Beim Fahren können zum Beispiel Geräusche oder Vibrationen auftreten, wenn gebremst oder gelenkt wird. Das gilt besonders für Fahrten mit niedrigen Geschwindigkeiten. Denn auch beim Ein- und Ausparken sind die Lasten auf die Radmuttern teilweise sehr hoch. Nach Angaben des ADAC werden diese Erscheinungen stärker, je länger der Autofahrer mit gelösten Radmuttern fährt. "Wenn man beim Autofahren verdächtige Geräusche oder Vibrationen am Auto feststellt, sollte man generell rechts ranfahren und vor allem die Reifen prüfen", sagt ein Pressesprecher der Polizeiinspektion Osnabrück.

Rad kann abreißen

Im schlimmsten Fall können auch die verbliebenen noch festen Radverschraubungen samt des Rads abreißen. Vor allem bei starken Belastungen, wie zum Beispiel einer Vollbremsung auf Unebenheiten, kann das passieren. Nach Angaben des ADAC sind unter solchen Bedingungen Unfälle meist unvermeidbar, besonders wenn ein Rad der Hinterachse betroffen ist.




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