Ganz schön empfindlich Kann man die kurze Haltbarkeit der Beeren austricksen?

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Sommerobst: Frische Preiselbeeren, Himbeeren, Brombeeren und Heidelbeeren.  Foto: colourbox.deSommerobst: Frische Preiselbeeren, Himbeeren, Brombeeren und Heidelbeeren. Foto: colourbox.de

Osnabrück Sechs Tipps, damit man länger etwas von den Sommerbeeren hat.

Sommer ist auch Beerenzeit. Doch das empfindliche Obst ist anfällig für Druckstellen und Schimmel. Selbst, wenn man die Früchte, ganz oben im Einkaufsbeutel verstaut, sicher nach Hause transportiert hat, bleibt die Frage: Wie bewahrt man die Beeren auf, damit sie länger frisch bleiben? Die Initiative „Zu gut für die Tonne“ hat dazu ein paar Tipps zusammengestellt, hier die wichtigsten:

  • Lieber kleine Mengen kaufen: Denn für die Vorratshaltung sei die Haltbarkeit der Beeren zu kurz, erklärt die Initiative. Das gilt auch für den Kauf von unreifen Früchten. Grund: Anders als Äpfel, Bananen oder Pflaumen reifen Beeren nach der Ernte nicht nach. Eine Ausnahme ist die Stachelbeere: Grün geerntet, entfaltet sie ihr volles Aroma erst im Laufe der Zeit.
  • Kühl lagern: Können die Beeren nicht am selben Tag gegessen oder verarbeitet, sollte man sie im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahren. Dazu sollten sie ungewaschen, locker nebeneinander abgedeckt in einer flachen Schale oder auf einen Teller liegen. So werden die Beeren am besten vor Schäden geschützt. Bei fünf bis sieben Grad bleiben Erdbeeren, Himbeeren und Brombeeren bis zu drei Tage frisch, reife Stachelbeeren bis zu einer Woche und Heidelbeeren unter Umständen sogar zwei Wochen.
  • Schonend waschen: Die empfindlichen Beeren lieber vorsichtig in ein kurzes Wasserbad geben. Danach die Früchte auf einem Küchentuch abtropfen lassen und sie vorsichtig abtupfen. Die Blätter und Stiele zupft und schneidet man erst zum Schluss ab, damit die Beeren nicht so wässrig werden.
  • Gut beobachten und auslesen: Täglich sollt man einen genauen Blick auf die Beeren im Kühlschrank werfen, weil sie sehr anfällig für Schimmel sind. Ist das bei einzelnen Früchten der Fall, „reicht es zunächst, die befallene und die umliegenden Beeren zu entfernen“, so „Zu gut für die Tonne“. Sofern sich bereits mehrere zerdrückte und schimmelige Früchte in der Schale befinden, sollte man jedoch auf Nummer sicher gehen und die Schale wegwerfen: „Denn manche Schimmelpilzarten bilden ein giftiges Stoffwechselprodukt namens Mykotoxin. Dagegen hilft weder Kochen noch Einfrieren.“ Da Feuchtigkeit ein Hauptgrund für einen Schimmelbefall ist, sollten die Früchte immer sauber und trocken gelagert werden. Hilfreich ist deshalb auch Küchenpapier unter den Beeren, das den Saft beschädigter Beeren sowie Kondenswasser aufgesaugt.
  • Nicht voreilig wegwerfen: Überreife Beeren oder solche mit leichten Druckstellen müssen nicht gleich entsorgt werden. Sie lassen beispielsweise noch zu Marmelade verkochen – oder zu kaltgerührtem Fruchtaufstrich verarbeiten: Dazu verrührt man die Beeren und etwas Gelierzucker mit einem Pürierstab. Gekühlt ist das Mus etwa zwei Wochen haltbar.
  • Einfrieren ohne Verklumpen: Zum Einfrieren sind die meisten Beeren geeignet, die sich dann bei Minus 18 Grad mehrere Monate im Kühlfach halten. Ein Verklumpen der Früchte kann man verhindern, indem man sie zuvor auf einem Teller in den Gefrierschrank stellt, solange bis die Oberfläche gefroren ist. Erst dann werden sie zur Lagerung umgefüllt, beispielsweise in einen Gefrierbeutel. Zum Auftauen die Früchte zugedeckt in einer Schale zunächst in den Kühlschrank gestellt.


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