Viel besser als die Titel vermuten lassen Krasse Kacke und Schöne Sch#!?e: Das solltest Du spielen – wirklich!

Von Karsten Grosser

Wer hat das Häufchen in der Küche gemacht? Die Spieler versuchen, ihre Tiere vom Verdacht freizusprechen. Foto: Karsten GrosserWer hat das Häufchen in der Küche gemacht? Die Spieler versuchen, ihre Tiere vom Verdacht freizusprechen. Foto: Karsten Grosser

Osnabrück. Krasse Kacke und Schöne Sch#!?e – bei der Namensfindung waren die Redakteure offenbar in einer verbalanalen Phase. Oft taugen Spiele mit ähnlich schmutzigen Titeln nicht allzu viel. Doch das ist bei diesen Kartenspielen anders. Ganz anders.

Krasse Kacke

Trotz des Themas, das sowohl wegen des Namens als auch wegen der niedlichen Tierillustrationen sehr kindlich wirkt: „Krasse Kacke“ ist selbst für Erwachsene ein klasse Kartenspiel. Ziel ist es nämlich, seine eigenen Tiere von dem Verdacht freizusprechen, ein Häufchen in der Küche hinterlassen zu haben. 

Das klappt nur, wenn man ein Tier beschuldigt, das andere noch als Karte auf der Hand haben. Da fallen schon mal Sätze wie: „Nein, mein Hamster war es nicht. Es war eine Katze.“ Dann wird es rasant: Nur der Schnellste wird seine Karte los und verdächtigt nun seinerseits ein Tier. Nicht jeder behält bei dieser Mischung aus Reagieren und Merken den Überblick. Und das bringt die Menschen zum Lachen. Toll!

Wer einen Fehler macht, muss ein kleines Papphäufchen als Minusmarker zu sich nehmen. Hat nach einem Durchgang jemand drei davon, endet die Partie – und es gewinnt derjenige, der die wenigsten Häufchen beseitigen musste.

Krasse Kacke

  • Autor: Jonathan Favre-Godal 
  • Verlag: Pegasus Spiele
  • Spieler: 3 bis 6
  • Alter: ab 6 Jahren
  • Dauer: 5 bis 15 Minuten
  • Würfelwert: 5 (stark)

Schöne Sch#!?e 

Au weia, was im Leben so alles schief gehen kann! Niemand will das Pech teilen, dass der auf den witzig illustrierten Karten dargestellte Unglücksvogel erlebt. Dieser wird mal von einem Tintenfisch geknutscht, dann fällt ihm ein Klavier auf den Kopf. Wer so eine Karte ablehnen möchte, muss allerdings einen Chip zahlen und diesen auf die Karte legen. Da der Chipvorrat jedoch begrenzt ist, muss man irgendwann zugreifen. Der Kartenwert zählt als Minuspunkt.

Schöne Sch#!?e: eine Spielsituation. Foto: Amigo Spiele

Immerhin bringt jeder (zurückgewonnene) Chip einen Pluspunkt oder wieder ein größeres Durchhaltevermögen beim Ablehnen ungewollter Karten. Und auch Zahlenketten verbessern das Ergebnis in diesem schnellen Spiel voller kniffliger Entscheidungen, das schon im Jahr 2005 unter dem Namen „Geschenkt“ auf der Empfehlungsliste der Jury „Spiel des Jahres“ stand.

Schöne Sch#!?e

  • Autor: Thorsten Gimmler
  • Verlag: Amigo Spiele
  • Spieler: 3 bis 7
  • Alter: ab 8 Jahren
  • Dauer: 20 Minuten
  • Würfelwert: 4 (gut)




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