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Mondfinsternis 2018 Wetterprognose: Gute Sicht auf Blutmond im Westen und Norden

Von Waltraud Messmann

Meteorologen sagen freie Sicht auf die Mondfinsternis am Freitagabend voraus. Foto. imago/Arnulf HettrichMeteorologen sagen freie Sicht auf die Mondfinsternis am Freitagabend voraus. Foto. imago/Arnulf Hettrich

Osnabrück. Wenn am Freitagabend die mit 103 Minuten längste totale Mondfinsternis des 21. Jahrhunderts stattfindet, spielt das Wetter wohl mit: Vor allem die Himmelsgucker im Westen und im Norden Deutschlands dürften einen weitgehend ungetrübten Blick auf das Spektakel haben. Nur in Ostdeutschland und Teilen Bayerns können gebietsweise Wolkenfelder auftreten.

Für die Regionen Landkreis Osnabrück, Emsland, Ostfriesland, Grafschaft Bentheim, Bremen und auch für Schleswig-Holstein sagt eine Sprecherin des Wetterdienstes Meteogroup einen fast wolkenfreien Himmel voraus. „Von einigen leichten Quellwolken abgesehen, die sich über den Tag retten konnten, kann hier eigentlich nichts den Blick auf das Ereignis stören“, meint sie im Gespräch mit unserer Redaktion. Auf etwas mehr Wolken müssten sich die Bürger in Mecklenburg -Vorpommern einstellen.

Das trifft nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes auch für die Gebiete vom Alpenrand bis nach Oberfranken sowie von Thüringen und Sachsen zu. Dort könnten zeitweise hohe und mittelhohe Wolkenfelder durchziehen. Sogar kurze Schauer seien nicht ausgeschlossen.

Wettermodell

Je nach Wettermodell weichen die Prognosen jedoch noch voneinander ab. Wer die Mondfinsternis fotografieren will, sollte sich also möglichst kurzfristig und aktuell informieren.

Der Mond tritt am Freitagabend um 19:13 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit in den Halbschatten der Erde, um 20:24 Uhr schließlich in den Kernschatten. Die totale Phase der Finsternis startet um 21:30 Uhr, die maximale Verfinsterung ereignet sich um 22:22 Uhr. Da der Mond in Deutschland etwa zwischen 20:45 Uhr (ganz im Osten) und 21:30 (ganz im Westen) über dem östlichen Horizont aufgeht, ist die partielle Phase nicht vollständig, die totale Phase aber in vollem Umfang sichtbar.

Mars mit maximaler Strahlkraft.

Das Ereignis ist auch deshalb so attraktiv, weil der Mars ausgerechnet während der Finsternis von der Erde aus betrachtet in unmittelbarer Nachbarschaft zum Vollmond erscheint. Somit steht er - wie der Mond - zwangsläufig in Opposition zur Sonne. Dadurch erreicht er am Himmel seine maximale Strahlkraft.


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