Spieltipp Fairy Tile In diesem Spiel werden Märchenfiguren zum Leben erweckt

Fairy Tile von Iello: Dieses Bild zeigt einen Ausschnitt des Covers.  Foto: Jörn MartensFairy Tile von Iello: Dieses Bild zeigt einen Ausschnitt des Covers. Foto: Jörn Martens

Osnabrück. Figuren aus dem Märchenbuch zum Leben erwecken – ein Wunsch, den vermutlich viele Kinder gerne äußern. Beim Familienspiel „Fairy Tile” wird genau dieser Traum erfüllt. Welche Abenteuer erleben Ritter, Prinzessin und Drache bei Euch?

Der französische Verlag Iello versteht es, seine Spiele zauberhaft zu gestalten. Das gilt auch für Fairy Tile, das nicht nur wunderschön von Miguel Coimbra gestaltet wurde, sondern auch einen märchenhaften Ansatz verfolgt. Alle 36 Buchseitenkarten zusammen erzählen die Geschichte von Ritter, Prinzessin und Drache. Kein Lesegold, aber eine sinnvolle Klammer, die das Thema transportiert. Jede einzelne Buchseite steht für ein Abenteuer, das die Figuren erleben. Abenteuer, welche die Spieler in einem aus Legeplättchen wachsenden Königreich nachstellen müssen. Aber wie geht das?

Die Aufgabenkarten erzählen gleichzeitig eine Geschichte. Foto: Karsten Grosser

Figuren ziehen durchs Königreich

Die Buchseiten werden zu Aufgaben. Zu Beginn jeder Partie werden sie gleichmäßig verteilt unter den Spielern, die nun zusehen müssen, die Anforderungen zu erfüllen. Der Ritter soll beispielsweise die Prinzessin treffen. Der Drache freie Sicht auf den Ritter haben. Die Prinzessin ein Schloss besuchen. Um die aktuelle Aufgabe zu erfüllen, darf der aktive Spieler eine der drei Figuren innerhalb des Königreichs bewegen. Wobei jede Figur nur nach bestimmten Zugregeln versetzt werden darf.

Bei Fairy Tile bewegen sich Drache, Ritter und Prinzessin durch ein immer größer werdendes Königreich. Foto: Karsten Grosser

Wohltuend schnell

Ob ein Abenteuer abgehakt werden kann, hängt oft schlichtweg vom Glück ab. Manchmal ist eine Aufgabe erfüllt, ohne dass man noch selbst etwas tun müsste. Oder der passende Zug ist offensichtlich. Das macht das Spiel wohltuend schnell. 

Das Spielmaterial von Fairy Tile. Foto: Jörn Martens

Wer Pech hat, braucht für das ein oder andere Abenteuer etwas länger. Weil er mit einem neuen Plättchen das Königreich erst noch vergrößern muss oder eine schwierige Aufgabenkarte lieber nach hinten steckt. Letzteres schenkt einem zumindest die Möglichkeit eines Doppelzugs, was wiederum eine willkommene Option ist, wenn Spieler wegen sich widersprechender Aufgaben eine Figur stets hin- und herziehen, ohne ein Lösungsbild hinzubekommen.

Die Geschichte des Siegers

Der taktische Anspruch bei Fairy Tale ist eher überschaubar. Die Aufgabenkarten geben häufig schon vor, auf welche Figuren sich der Zug konzentrieren sollte. Wer als Erster all seine Aufgaben erledigt hat, gewinnt, darf nun seine nummerierten Karten sortieren und dann in dieser Reihenfolge die Geschichte seiner Abenteuer vorlesen. Das gefällt in diesem schönen Familienspiel vor allem den Kindern. 

Fairy Tile

  • Autor: Matthew Dunston und Brett J. Gilbert
  • Verlag: Iello
  • Spieler: 2 bis 4
  • Alter: ab 8 Jahren
  • Dauer: 30 Minuten
  • Würfelwert: 3 (ordentlich)


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