Spieltipp Decrypto Reicht dein Wortschatz für diese verschlüsselten Wortspiele?

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Bei Decrypto müssen die Spieler Begriffe beschreiben, ohne dem gegnerischem Team allzu gute Hinweise zu geben. Foto: Karsten GrosserBei Decrypto müssen die Spieler Begriffe beschreiben, ohne dem gegnerischem Team allzu gute Hinweise zu geben. Foto: Karsten Grosser

Osnabrück. Mit wie vielen Begriffen können Sie das Wort Sommer beschreiben, ohne dass jemand beim Lesen dieser Begriffe das Wort Sommer entschlüsseln kann? So geht im Prinzip Decrypto – ein großartiges Spiel für alle Menschen, die gerne mit Sprache spielen.

Decrypto ist ein Verschlüsselungsspiel. Wer die Anleitung liest, denkt im ersten Moment, allein diese zu dechiffrieren gehöre zur Aufgabe. Doch ein konzentriertes Regelstudium lohnt sich, denn die Idee, die sich in den kryptisch anmutenden Passagen versteckt, offenbart sich schließlich als kreative Herausforderung für Liebhaber großer Wortschätze.

Verschlüsseler und Decodierer

Was ist zu tun? Zwei Teams treten gegeneinander an. Ihnen werden jeweils vier unterschiedliche Begriffe zugelost, denen die Zahlen 1 bis 4 zugeordnet werden. Dabei wissen die Teams nicht, welche Wörter der Gegner hat. Der Verschlüsseler des Teams hat nun den Auftrag, seinen Mitstreitern einen geheimen dreistelligen Code zu übermitteln – zum Beispiel 3-4-1. Dazu notiert er in dieser Reihenfolge Hinweise, die Assoziationen sind zu den Wörtern, denen die Zahlen zugeordnet wurden. Das wiederholt sich Runde für Runde, bis ein Team zweimal nicht den eigenen Code entschlüsseln konnte oder die Gegner ein Muster in den Assoziationen gefunden haben und zweimal einen Code erraten konnten.

Die rote Folie im Halter macht die Begriffe sichtbar, für die in diesem Fall das weiße Team Verschlüsselungen finden muss. Foto: Karsten Grosser

Leicht und schwer

Die große Decrypto-Kunst liegt darin, immer wieder Codewörter für denselben Begriff zu finden, die untereinander keine Verbindung erkennen lassen, für das eigene Team aber klare Hinweise darstellen. Wer etwa nacheinander Pudel, Collie und Schäferhund als Codewort für Hund wählt, macht es seinen Mitspielern zwar leicht, stellt aber auch den Gegner vor keine große Schwierigkeiten. Besser wären wahrscheinlich die Begriffe Pluto, Marke und Wurf.

Die Codekarten geben vor, in welcher Reihenfolge Verschlüsselungen zu welchen Begriffen gefunden werden müssen. Foto: Karsten Grosser

Was Decrypto so reizvoll macht

Je länger eine Gruppe das andere Team über die eigenen Begriffe im Unklaren lässt, desto erfolgreiche dürfte sie beim Verschleiern des eigenen Codes sein. Wer allerdings zu kryptisch umschreibt, reißt das eigene Team rein. Dieser Spagat macht Decrypto so reizvoll und empfehlenswert! Ein Muss für alle Menschen, die gerne mit Sprache spielen.

Auf einem Zettel kann sich ein Team Notizen machen zu bereits verwendeten Codewörtern. Foto: Karsten Grosser

Decrypto

  • Autor: Thomas Dagenais-Lespérance
  • Verlag: Scorpion Masqué/Asmodee)
  • Spieler: 3 bis 8 Spieler (aufgeteilt in zwei Teams)
  • Alter: ab 12 Jahren
  • Dauer: 30 bis 60 Minuten
  • Würfelwert: 5 (stark)




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