Eier stammen von Hof im Emsland Salmonellen-Gefahr: Discounter rufen Bio-Eier zurück

Von Lorena Dreusicke und Harry de Winter

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Diese Produktbilder veröffentlichte die Bundeszentrale für Verbraucherschutz mit der Nachricht über die Salmonellen-Gefahr in einer Charge. Collage: NOZ/Fotos: lebensmittelwarnung.deDiese Produktbilder veröffentlichte die Bundeszentrale für Verbraucherschutz mit der Nachricht über die Salmonellen-Gefahr in einer Charge. Collage: NOZ/Fotos: lebensmittelwarnung.de

Twist. Es gibt einen Produktrückruf in mehreren Bundesländern für Bio-Eier. Sie könnten mit Salmonellen-Erregern infiziert sein. Die Eier stammen von einem Hof aus dem Emsland.

Die Eifrisch-Vermarktungs-GmbH warnt vor ihren Eiern aus ökologischer Haltung: Weil in einer Charge Salmonellen-Bakterien entdeckt worden sind, rufen mehrere Märkte nun bestimmte Packungen zurück.

Es handelt sich um Bio-Eier im Sechser- und Zehnerpack mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum zwischen dem 3. und 7. Juli 2018. Die betroffenen Packungen sind gekennzeichnet mit der Chargennummer 0-DE-0356331. Laut dieser Chargennummer stammen die Eier von einem Biohof vom emsländischen Twist. Nach Informationen unserer Redaktion könnten bis zu 20.000 Eier betroffen sein, was einer Produktionsdauer von vier Tagen entspricht. Allerdings seien weit weniger Eier in den Handel gelangt, da frühzeitig reagiert wurde.

Discounter betroffen

Die betroffenen Eier gibt es im Sortiment bei Penny, Kaufland, Aldi Nord, Aldi Süd, Real, Lidl und Netto, teilte das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit am Dienstag mit. Verkauft wurden sie in Baden-Württemberg, Brandenburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein.

Wie der Landkreis Emsland mitteilt, hatten Eigenkontrollen den betroffenen Tierhalter vom Twist veranlasst, den Vermarkter und das Veterinäramt des Landkreises Emsland über einen möglichen Salmonellenbefund zu informieren. Der Betrieb wurde daraufhin umgehend am vergangenen Freitagmittag durch den Landkreis Emsland vorläufig gesperrt. Gleichzeitig hat auch der Vermarkter die in der Packstelle gelagerten Eier freiwillig gesperrt und den Rückruf bereits ausgelieferter Eier eingeleitet. Untersuchungsergebnisse der beprobten Eier lägen derzeit noch nicht vor.

Salmonellen

Salmonellen kämen auf jedem Ei vor, erklärt Vinzenz Bauer, Leiter der Bezirksstelle Emsland der Landwirtschaftkammer Niedersachsen. Ausschlaggebend sei die Menge an Keimen auf den Erzeugnissen. Bio-Eier wären hierbei nicht öfter betroffen als Eier aus anderen Haltungsformen. 

Eine Salmonellen-Erkrankung äußert sich innerhalb einiger Tage nach der Infektion mit Durchfall, Bauchschmerzen, Erbrechen und leichtem Fieber. Bei einem intakten Immunsystem bessern sich die Beschwerden nach ein paar Tagen von alleine. Säuglinge und Senioren können heftigere Krankheitsbilder entwickeln. Bei starken Symptomen sollte ein Arzt aufgesucht werden, rät das Verbraucherschutzamt.

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