Kurzurlaub am 31. Oktober Einheitlicher Feiertag: Was Sie im Norden unternehmen können

Von Anja Christiansen, Tobias Fligge, Barbara Glosemeyer, Jakob Koch und Lorena Dreusicke

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Spaziergang am Strand von St. Peter Ording: Mit Glück im Sonnenuntergang. Foto: dpa/Bodo MarksSpaziergang am Strand von St. Peter Ording: Mit Glück im Sonnenuntergang. Foto: dpa/Bodo Marks

Hannover. Künftig gibt es einen einheitlichen freien Tag in den nördlichen Bundesländern. Diese Reisetipps hat die Redaktion.

Mit den Entscheidungen der Niedersachsen und Bremer ist es amtlich: Der Reformationstag am 31. Oktober soll ab diesem Jahr zum neuen gesetzlichen Feiertag werden. Schleswig-Holstein und Hamburg hatten bereits entschieden, den letzten Tag im Oktober als neuen gesetzlichen Feiertag einzuführen. In Mecklenburg-Vorpommern ist er bereits ein Feiertag. 

Damit gibt es künftig in den nördlichen Bundesländern einen einheitlichen freien Tag – den wohl auch zahlreiche Touristen für einen Kurzurlaub nutzen werden. Folgende Tipps hat die Redaktion für den 31. Oktober:

Niedersachsen:

  • In der Seehundstation Nationalpark-Haus in Norden ziehen Helfer verwaiste Heuler auf. Um 11 Uhr und um 15 Uhr kann bei der Fütterung der Seehunde zugeschaut werden. Eine Ausstellung informiert über die Arbeit der Station und den Lebensraum der Tiere.
  • Das Weserbergland bietet viele Routen für Radfahrer und Wanderer. Im Wildpark Neuhaus gibt es  Flugvorführungen mit einer Falknerin und ihren Greifvögeln ab 11.30 und ab 15 Uhr.
  • Der Harz lockt Wanderer und Radfahrer in die Natur. Für Ausflüge bieten sich der Brocken, der Hexentanzplatz oder die Stadt Quedlinburg an. 
  • Auch im Harz: Das Schokoladenfestival in Wernigerode. Die ersten Stände der internationalen Chocolatiers öffnen in der Altstadt um 10 Uhr.

Bremen:

  • Auch bei geschlossenen Geschäften lohnt sich ein Besuch in Bremens ältestem Stadtteil Schnoor mit seinen pittoresken Häusern, Kunsthandwerkerbetrieben und urigen Restaurants.
  • Im Wissenschaftsmuseum Universum dürfen Exponate auch angefasst werden: Interaktive Elemente dominieren die Ausstellung. Bis 2019 gibt es zusätzlich eine Sonderausstellung rund um das Thema Fahrrad. Geöffnet 10 bis 18 Uhr.
  • Für Tagesausflüge mit dem Rad bieten sich auch Touren in die Künstlerdörfer Worpswede und Fischerhude an.
Tipp für einen Hamburg-Besuch: das Hamburger Planetarium. Foto: dpa/Christian Charisius

Hamburg:

  • Early-Bird-Gottesdienst in der in der Flughafenkapelle, Terminal 1, Ebene 2: 30-minütige Morgenandacht ab 8.15 Uhr. Und danach zum Kaffee oder Frühstück in das Kaffeehaus "Coffee to Fly" auf der Aussichtsplattform des Flughafens (geöffnet an Sonn- und Feiertagen ab 9 Uhr, Adresse: Holtkoppel 100)
  • Das Kreuzfahrtschiff AIDAperla begrüßen, ab 8 Uhr liegt sie am Cruise Center Steinwerder. Die AIDAperla ist das neue Flaggschiff der AIDA Cruises und wurde erst 2017 in Dienst gestellt. Das 300 Meter lange und knapp 38 Meter breite Schiff ist baugleich mit der AIDAprima. Die Schiffe waren in Japan gebaut worden und bieten mit 1647 Kabinen Platz für maximal 3300 Passagiere. Bei der Vorgänger-Baureihe waren es 1097 Kabinen. Hamburg ist ihr Start- und Zielhafen für Rundreisen in Westeuropa.
  • Tierpark Hagenbeck: In dieser Zeit geöffnet von 9 bis 16 Uhr: Es ist etwas Besonderes, den Tierpark im Winter zu besuchen: Wo sich sonst Menschentrauben drängen, steht man nun alleine. So nah kommt man den Tieren sonst so gut wie nie. Viele Tiere bleiben bei Temperaturen um den Gefrierpunkt lieber in ihren Häusern.
  • Planetarium: Geöffnet sonn- und feiertags von 10 bis 20 Uhr. Bietet mit den drei Sparten "Unsere Welt", "Unser Kosmos" und "Unsere Stars" vielfältige Begegnungen von Mensch, Umwelt und Weltall. Die naturgetreue Zeiss-Sternenprojektion ist kombinierbar mit digitaler 8K-3D-Ganzkuppelprojektion und 3D-Sound.
  • Flohdom auf der Trabrennbahn Bahrenfeld: Gebrauchtes, Altes und Trödel, 9 bis 15 Uhr
  • Plaza der Elbphilharmonie: Nach einer kurzen Fahrt mit einer Rolltreppe ("Tube") befindet sich in der 8. Etage zwischen Kaispeicher und Glasüberbau die sogenannte Plaza. Auf 37 Metern Höhe bietet sich dem Besucher ein Rundweg am äußeren Rand des Gebäudes, der zu allen Seiten einen einzigartiger Blick auf die Stadt und den Hafen ermöglichst. Da die maximale Anzahl der Besucher begrenzt ist, wird der Zugang über kostenlose Tickets reguliert. Diese Tickets sind nur am selben Tag vor Ort erhältlich. Somit kann es insbesondere an Wochenenden zu langen Wartezeiten kommen. Bis zu 18 Wochen im Voraus können Sie Tickets für eine bestimmte Uhrzeit über die Webseite der Elbphilharmonie für 2 Euro buchen.

Mecklenburg-Vorpommern:

  • Strand und Seenplatte prägen die Region, für Kurztrips bietet die gesamte Ostseeküste schöne Plätze, zum Beispiel der ehemalige Fischerort Boltenhagen mit seiner 300 Meter langen Seebrücke und hübscher Strandpromenade.
  • Im Ostseebad Rerik legt die MS "Salzhaff" zur Sonderfahrt entlang der Salzhaffregion ab. An Bord gibt es Räucherfisch und "Piratentrunk", 11 bis 14 Uhr.
  • Inselrundfahrt um Rügen: Ausstieg in Puttbus, Binz und Sassnitz, danach zur Kreideküste, 8 Uhr
  • Mit dem Kajak durch den Stadthafen: Geführte Paddeltour durch die Hansestadt Rostock, 10 bis 12 Uhr und 14 bis 16 Uhr
  • Durch den Müritz-Nationalpark spazieren, dem größten Waldnationalpark Deutschlands.
  • Zoo Schwerin: Geöffnet von 9 bis 19 Uhr. Der Landschaftszoo steht an diesem Tag unter dem Halloween-Motto. Im Zoowald spuken ab 15 Uhr verkleidete Hexen und Waldfeen, die auch Führungen anbieten. Für Kinder gibt es ein Gruselfest mit Hexentheater, Lagerfeuer und Lampionumzug.
Die Unesco erkannte Buchenwaldflächen in den Nationalparks Jasmund auf Rügen (Foto) und Müritz in der Mecklenburgischen Seenplatte als Weltnaturerbe an. Foto: dpa/Stefan Sauer


Schleswig-Holstein:

  • Ein Kurztrip nach St. Peter-Ording lohnt sich immer, auch nur für einen Tag: Nordsee-Luft schnuppern, Fisch essen, aufs Meer gucken, die Seele baumeln lassen. Und wer's kann, steigt aufs Surfbrett, denn Wind weht hier fast immer. 
  • Gleiches gilt für die Nordseeinseln – die dürften vermutlich auch nicht so voll sein. Zum Beispiel können Interessierte ab Hamburg mit einem Katamaran nach Helgoland schippern.
  • Auch zahlreiche Indoor-Aktivitäten bieten sich im Land zwischen den Meeren an. Eine Auswahl:



Hintergrund: Der Reformationstag

Evangelische Christen feiern am 31. Oktober den Beginn der kirchlichen Erneuerung (lateinisch: Reformation) durch Martin Luther (1483-1546). Am 31. Oktober 1517 soll er seine 95 Thesen zu Buße und Ablass an die Tür der Schlosskirche in Wittenberg angeschlagen haben. Der darin kritisierte Sündenerlass gegen Geld sollte die Erneuerung des Petersdoms in Rom finanzieren. Luther sah im Ablasshandel einen Missbrauch und rief zur Rückbesinnung auf die biblischen Grundlagen des Evangeliums auf. Der Theologieprofessor sah seine Thesen als Aufruf zu einem wissenschaftlichen Streitgespräch an und verschickte sie auch an kirchliche und weltliche Würdenträger.

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