Zehen mit Schwimmhäuten Wasserhund ins Weiße Haus eingezogen

Von Waltraud Messmann

Sunny. 
              Foto: dpaSunny. Foto: dpa

Osnabrück. Wenn es um ihre tierischen Mitbewohner geht, hat die amerikanische Präsidentenfamilie mit Wandel nichts im Sinn: Mit der einjährigen Sunny ist jetzt erneut ein portugiesischer Wasserhund in das Weiße Haus eingezogen.

Sunny ist das weibliche Pendant zu ihrem großen Bruder Bo, der bereits seit 2009 bei der Obama-Familie lebt. In Amerika werden die Hunde der Präsidentenfamilie gerne als die „Ersten Hunde“ der Nation bezeichnet. Tatsächlich gehören die Wasserhunde aber zu den weltweit ältesten Hunderassen: Sie kamen vermutlich schon 600 Jahre v.Chr. auf die Iberische Halbinsel. Zur Zeit der Römer in Portugal (2. Jh. v. Chr. bis 5. Jh. n. Chr.) war die Rede von einem canis piscator, einem fischenden Hund.

Der Wasserhund ist nicht nur hochseetauglich und schwimmt leidenschaftlich gern, er kann auch bis zu vier Meter tief tauchen. Diese außerordentlichen Fähigkeiten prägen auch sein Äußeres: Die Hunderasse zeichnet sich durch ein Wasser abweisendes Fell aus, und die Tiere haben sogar Schwimmhäute zwischen den Zehen.

In der Vergangenheit war der canis piscator ein treuer Begleiter der portugiesischen Fischer. Er fuhr mit hinaus zum Fang und half, Fische in die Netze zu treiben, konnte Er bewachte das Boot und den Fang, konnte Fischschwärme riechen und zeigte diese durch Bellen an. Sunny und Bo aber dürfte im Weißen Haus allenfalls mal ein Goldfisch im Glas begegnen.