Urlaub auf den Balearen teurer Seit 1. Mai: Touristensteuer auf Mallorca verdoppelt

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Seit dem 1.Mai müssen Mallorcaurlauber eine doppelt so hohe Touristensteuer zahlen wie im Vorjahr. Das gilt auch für die anderen Baleareninseln. Foto:Imago/ImagebrokerSeit dem 1.Mai müssen Mallorcaurlauber eine doppelt so hohe Touristensteuer zahlen wie im Vorjahr. Das gilt auch für die anderen Baleareninseln. Foto:Imago/Imagebroker

Osnabrück. Seit Beginn des Monats Mai wird auf den Balearen eine neue Touristensteuer fällig, die doppelt so hoch ist wie bisher. Pro Person und Nacht müssen je nach Art der Unterkunft von ein bis vier Euro gezahlt werden. In der Nebensaison von November bis April beträgt die „Ecotasa“ aber weiterhin nur 0,25 bis zu einem Euro.

Die „Ecotasa“ – auch Übernachtungssteuer, Bettensteuer, Kurtaxe oder Tourismussteuer genannt – wird auf Mallorca, Ibiza, Menorca und Formentera bereits seit Juli 2016 erhoben. Ihr offizieller Name lautet „impuesto del turismo sostenible“ übersetzt „Steuer für nachhaltigen Tourismus“. Im Sommerhalbjahr 2017 betrug sie 0,5 bis zwei Euro. Die Einnahmen sollen für Umweltschutz und kulturelle Projekte verwendet werden. In diesem Jahr rechnet man auf den Balearen mit 120 Millionen Mehreinnahmen durch die Touristensteuer. Das wäre dreimal so viel wie im vergangenen Jahr.

Rabatte in der Hochsaison

Wie die „Mallorca-Zeitung“ berichtet gibt es auch in der Hauptsaison aber Rabatte: So reduzieren sich ab der neunten Nacht in Folge die Kosten pro Nacht um die Hälfte. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren sind von der Steuerpflicht befreit. Die Übernachtungssteuer wird in der Regel bei Ankunft im Hotel entrichtet. Passagiere von Kreuzfahrtschiffen mit mehr als zwölf Stunden Aufenthalt im Hafen müssen die Steuer ebenfalls zahlen.

  • Das Schweizer Reiseportal „Travelnews“ gibt einen Überblick über die Kosten bei verschiedenen Übernachtungskategorien (jeweils exklusive 10 Prozent Mehrwertsteuer):
  • 5-Stern- & 4-Stern-Superior-Hotels: 4 Euro (Nebensaison 1 Euro)
  • 4-Stern- und 3-Stern-Superior-Hotels: 3 Euro (Nebensaison 0,75 Euro)
  • 1- bis 3-Stern-Hotels: 2 Euro (Nebensaison 0,50 Euro)
  • Ferienapartments (4 Schlüssel): 4 Euro (Nebensaison 1 Euro)
  • Ferienapartments (3 Schlüssel Superior): 3 Euro (Nebensaison: 0,75 Euro)
  • Ferienapartments (1-3 Schlüssel): 2 Euro (Nebensaison: 0,50 Euro)
  • Privat vermietete Ferienhäuser und Fincas: 2 Euro (Nebensaison: 0,50 Euro)
  • Landhotels: 2 Euro (Nebensaison: 0,50 Euro)
  • Hostals, Pensionen und Campingplätze: 1 Euro (Nebensaison: 0,25 Euro)
  • Herbergen: 1 Euro (Nebensaison: 0,25 Euro)
  • Kreuzfahrtschiffe: 2 Euro (Nebensaison: 0,50 Euro) -- ausgenommen sind Passagiere von Kreuzfahrtschiffen, die ihren Basis-Hafen in Palma de Mallorca haben.

Ferienvermietungen werden erschwert

In Palma soll ab dem Sommer außerdem eine strenge Verordnung zur Regelung in Sachen Ferienvermietungen in Kraft treten. Im Gebiet der Inselhauptstadt dürfen Immoblilienbesitzer dann keine Zimmer oder Wohnungen mehr an Urlauber vermieten.Künftig soll in Palma nur die Ferienvermietung von Einfamilienhäusern erlaubt sein, sofern sich diese nicht auf geschütztem ländlichen Boden, in der Nähe des Flughafens oder in Gewerbegebieten befinden. Die Pläne müssen noch vom Stadtrat gebilligt werden. Das gilt aber als Formsache, sodass die Neuregelung im Juni oder Juli in Kraft treten dürfte.

Via Airbnb

Die Vermietung von Wohnungen in Mehrfamilienhäusern an Urlauber ist in Palma zwar schon jetzt untersagt - das Verbot wird in der Praxis bisher aber kaum beachtet. So wurden alleine in Pama rund 3.000 Quartiere via Airbnb angeboten, auf der ganzen Insel etwa 15.000, zu einem Durchschnittspreis von 143 Euro pro Nacht. Das hatte dazu geführt, dass die Mieten in der Hauptstadt Palma in den vergangenen fünf Jahren um rund 40 Prozent gestiegen sind. Ab dem Sommer sollen die Möglichkeiten der Sanktionen und der Kontrollen nun deutlich verstärkt werden.


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