Gesetz reformiert BKA weiß bald fast alles über Fluggäste

Von Waltraud Messmann

Das BKA-Gesetz wurde reformiert. Foto: dpaDas BKA-Gesetz wurde reformiert. Foto: dpa

Osnabrück. Egal ob Kurztrip mit der Billigairline oder Geschäftsreise in der Businessclass – das Bundeskriminalamt weiß ab Mai genau, wer wann wohin geflogen ist. Dafür wurde das BKA-Gesetz reformiert.

Sobald ein Flug im Reservierungssystem der Luftfahrtunternehmen gebucht wird, werden die sogenannten PNR-Daten (Passenger Name Record) an die Zentralstelle beim Bundeskriminalamt weitergeleitet. Dort dürfen die bis zu 60 Daten anlasslos unter dem Klarnamen sechs Monate gespeichert werden, danach weitere fünf Jahre unter einem Pseudonym.

Die neuen Bestimmungen gehen auf eine EU-Richtlinie aus dem Jahr 2016 zurück. Sie soll zur Verhütung, Aufdeckung, Ermittlung und Verfolgung von terroristischen Straftaten und schwerer Kriminalität beitragen.

Zu den PNR-Datenkategorien gehören ausführliche Kontaktangaben sowie Informationen zum Ticket und zur Reiseroute, das ausstellende Reisebüro, Kreditkarteninformationen, Essenswünsche und auch Hotelbuchungen. Bei Bedarf können die Informationen gerastert und an europäische Ermittlungsbehörden weitergeleitet werden.

Bei einer Häufung auffälliger Merkmale kann dann seitens der Behörden schneller gehandelt werden.