Im Wasser oder an Land Wozu braucht der Biber eine Kelle?

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Aufrechter Sitz an Land: Das ist gar nicht so einfach für einen Biber. Foto: colourbox.deAufrechter Sitz an Land: Das ist gar nicht so einfach für einen Biber. Foto: colourbox.de

Osnabrück. Mit einer Kelle kann man bekanntlich Suppe aus Topf schöpfen oder auch ein Signal geben. Doch was macht ein Biber damit?

Wobei die Suppenkelle ja nicht flach und rund ist, sondern eher ein großer Löffel in Form einer Halbkugel ist. Als Kelle bezeichnet man aber auch den Biber-Schwanz, der flach und breit ist sowie eine an die Schuppen eines Fisches erinnernde Haut aufweist.

In Alarmbereitschaft

Doch wozu benötigt der Biber die Kelle, die wie unsere Fingernägel aus Horn besteht? Sie hat mehrere Funktionen. Zum einen dient sie dem Biber als Kommunikationsmittel – und zwar eines mit Signalwirkung: Denn droht Gefahr, warnt das als Baumeister bekannte Wildtier seine Artgenossen, in dem es seine Kelle auf die Wasserfläche schlägt, bevor es in seinem Teich abtaucht. Dabei kann es übrigens seine Ohren so verschließen, dass kein Wasser eindringt.

Energiespeicher

Die Kelle braucht der Biber aber auch an Land als Stütze für einen aufrechten Sitz. Dazu klappt er sie einfach unter dem Körper nach vorn. Im Wasser dient sie beim Schwimmen und Tauchen als Ruder. Darüber hinaus wird in der Kelle Fett als Energiereserve für den Winter gespeichert. Der Biber kann damit bis ins Frühjahr auskommen, bereits im Juli beginnt er damit, Depotfett im Unterhautfettgewebe anzulegen.


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