Osterhäsin mit Geheimnis Was erhöht Geburtenrate der Feldhasen?

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Manchmal sitzt der Feldhase still in einer Mulde, und plötzlich hoppelt er davon. Das interpretierten manche als Fähigkeit, Ostereier zu verstecken. Foto: dpaManchmal sitzt der Feldhase still in einer Mulde, und plötzlich hoppelt er davon. Das interpretierten manche als Fähigkeit, Ostereier zu verstecken. Foto: dpa

Osnabrück. Die Vorstellung, dass die Ostereier auch von Hahn, Henne, Storch oder Fuchs versteckt werden, hielt sich noch bis ins 20. Jahrhundert. Doch der Feldhase setzte sich schließlich als Symboltier durch – aufgrund seines Paarungsverhaltens kurz vor Ostern und seiner Fruchtbarkeit.

Denn die Häsinnen paaren sich in kürzester Zeit mehrfach – mit verschiedenen Hasen: So können die Jungtiere eines Wurfs unterschiedliche Väter haben, zudem kann die Häsin zeitgleich mit verschiedenen Föten trächtig sein.

Ein „Überraschungs-Ei“ habe da Frau Feldhase in ihrem Körper, meint die Deutsche Wildtier-Stiftung, deren Feldhase-Experte Andreas Kinser erklärt: „Diesen Trick von Mutter Natur nennt man Superfötation.“ Embryonen unterschiedlicher Entwicklungsstadien befinden sich demnach zeitgleich in der Gebärmutter. Häsinnen können während der Tragezeit von etwa 40 Tagen erneut befruchtet werden, so die Deutsche Wildtier-Stiftung weiter. Die Vermehrungsrate erhöhe sich, weil die Würfe in kürzerer Folge erfolgen könnten. So kam der Hase zu seinem Ruf, über eine ausgeprägte Fruchtbarkeit zu verfügen.

Die Vorstellung, dass der Hase die Ostereier versteckt, könnte aber darüber hinaus auch daher herrühren, dass Feldhasen manchmal still in einer Senke sitzen und plötzlich schnell weghoppeln. So dachten Beobachter: Könnte er nicht dort ein weiteres Ei abgelegt haben?


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