Stars sonniger Lagen Dahlien sind fantastische Farbtupfer im Garten

Von Ingrid Beucke-Adler

Feuerrot ist diese Kaktusdahlie mit dem Namen „Red Pigmy“. Foto: Ingrid Beucke-AdlerFeuerrot ist diese Kaktusdahlie mit dem Namen „Red Pigmy“. Foto: Ingrid Beucke-Adler

Osnabrück. Dahlien sind eine Riesenfamilie, die aus den Gebirgen Mexikos und Südamerikas stammt. Sie umfasst 30 Arten und etwa 20000 Kulturformen, zu denen ständig neue Züchtungen kommen. Die Blütenfarben reichen von Weiß über Gelb, Rot bis Dunkelpurpur. Auch die Form der Blütenköpfe variiert. Es gibt ungefüllte Dahlienblüten, halb gefüllte pomponförmige, ballförmige und kaktusförmige. Sehr in Mode gekommen sind die englischen Züchtungen mit ungefüllten Blüten und rotem Laub, wie die bekannte rotblühende Sorte Bishop of Llandaff.

Die gute Nachricht zuerst: Dahlien kommen eigentlich mit jedem Gartenboden zurecht, idealerweise ist er nicht zu lehmig. Zur Pflege gehört auch, die verblühten Köpfchen auszuschneiden, das verlängert die Blütenpracht erheblich. Im Sommer sollten die Pflanzen etwas gestützt und zusammengebunden werden, damit sie nicht auseinanderbrechen.

Mitte Herbst werden die einzelnen Sprosse auf eine gute Handbreit zurückgeschnitten, und die ganze Pflanze wird mit den Knollen aus der Erde gehoben. Die Erde wird vorsichtig abgebürstet und die ganze Pflanze unter frostfreien Bedingungen mit der Oberseite nach unten auf trockenem Torf oder Sand eingelagert. Wenn möglich werden die Knollen für den Winter in einem gut belüfteten kühlen Keller untergebracht. Bei den modernen Häusern sind häufig keine geeigneten Lagerräume vorhanden. Man kann die Knollen auch in der Erde überwintern. Viel trockener Mulch und ein paar Fichtenzweige helfen im hiesigen Klima meistens, dass alles gut geht. Garantien gibt es aber nicht. Weil die Knollen in den Lagerräumen auch im Winter betreut werden müssen und Stellen, die Pilzinfektionen aufweisen ausgeschnitten werden und anschließend desinfiziert werden müssen, sind etliche Gartenfreunde dazu übergegangen in jedem Jahr von dem großen Angebot preiswerter Dahlienknollen einige zu kaufen, um sie im Frühjahr in Töpfen an einem frostfreien Platz im Haus anzutreiben. Das hat auch den Vorteil, die neuesten Züchtungen auf ihre Tauglichkeit für den eigenen Garten prüfen zu können. Die alten Schätze brauchen meistens den Vergleich mit den Neuzüchtungen nicht zu scheuen.

Wer ganze Beete mit einer niedrigen Dahlienkante einfassen will, zieht die Pflanzen aus Samen an. Die Samen werden im Frühjahr bei 16 Grad in Schalen oder Töpfen ausgesät. Die Sämlinge können nach dem Aufgehen in kleinere Gefäße pikiert und dann langsam abgehärtet werden. Die frostempfindlichen Pflanzen werden erst nach den Eisheiligen ausgepflanzt.

Leider sind die Pflanzen anfällig für Schneckenfraß. Man sollte frühzeitig für andere Tiere unschädliches Schneckenkorn streuen oder die gefräßigen Tiere ablesen.

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