Grippewelle 2018 flacht ab RKI: Zahl der Grippe-Neuerkrankungen gegenüber Vorwoche halbiert

Von Waltraud Messmann

Es geht langsam bergauf: Die Grippewelle hat deutlich an Kraft verloren. Foto: imago/photothekEs geht langsam bergauf: Die Grippewelle hat deutlich an Kraft verloren. Foto: imago/photothek

Osnabrück. Die Grippewelle hat deutlich an Kraft verloren: Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts hat sich die Zahl der gemeldeten Neuerkrankungen mit 25.216 in der 12. Kalenderwoche gegenüber der Vorwoche mit 44.562 registrierten neuen Influenzafällen fast halbiert.

Die Zahl der Influenzainfektionen ist damit auf insgesamt 300.018 angewachsen. Bislang wurden 971 Todesfälle (Vorwoche 751) bekannt. Da es sich bei diesen Zahlen ausschließlich um labordiagnostisch nachgewiesene Fälle handelt, muss allerdings von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen werden.

Influenza B-Viren (mit 99 Prozent aus der Yamagata-Linie) sind seit der 40. Kalenderwoche 2017 mit 70 Prozent die am häufigsten identifizierten Influenzaviren, gefolgt von Influenza A(H1N1)pdm09-Viren mit 27 Prozent und Influenza A(H3N2)-Viren mit drei Prozent.

Dreifachimpfstoff

Die Influenza-Viren des Typs B der sogenannten Yamagata-Linie sind in dem in dieser Grippesaison noch gängigen Dreifachimpfstoff nicht enthalten. Effektiver ist daher der Vierfachimpfstoff, der einen zusätzlichen Bestandteil gegen Influenza-B-Viren enthält. Der teurere Vierfach-Schutz ist bislang allerdings keine einheitlich geregelte Kassenleistung und wird nur von wenigen Krankenkassen übernommen, wenn die Patienten zu einer Risikogruppe gehören. Das soll sich zur Grippesaison 2018/19 allerdings ändern.