:-( Emojis verdrängen immer mehr Gesichter aus Satzzeichen

Von afp

Das Freudentränen-Emoji hat gut lachen. Foto: dpaDas Freudentränen-Emoji hat gut lachen. Foto: dpa

Wiesbaden. In der Internetkommunikation verdrängen Emojis, also Piktogramme wie etwa ein Gesicht mit einer Lachträne am Auge, immer mehr die älteren Emoticons, bei denen Gesichter aus Satz- und Sonderzeichen zusammengesetzt werden.

Zu diesem Ergebnis kommt eine am Montag in Wiesbaden von der Gesellschaft für deutsche Sprache veröffentlichte Umfrage der Forsa Politik- und Sozialforschung GmbH. Zudem liegen demnach bei der digitalen Kommunikation Sprachnachrichten „voll im Trend“.

Der repräsentativen Umfrage zufolge haben Emojis mittlerweile den Emoticons „weitestgehend den Rang abgelaufen“. Während Emoticons aus Kombinationen von Buchstaben, Satz- und Sonderzeichen wie der sogenannte Smiley :-) bestehen, sind Emojis vorgefertigte, bunte Bilder. Einer Studie aus den USA zufolge verstärken Emojis etwa Nachrichten mit positivem Inhalt nochmals positiv. (Weiterlesen: Liebe in Zeiten von WhatsApp - „Schatz“ ist weiter vorn)

Tippen von Textnachrichten zu anstrengend

Zwar steht für beide Geschlechter die Auflockerung der Kommunikation an erster Stelle, es zeigen sich aber auch Unterschiede: Frauen ist der Ausdruck ihrer Gefühle sehr wichtig, Männer hingegen nutzen Emojis und Emoticons, wenn sie auch der Gesprächspartner verwendet, also als eine Art Spiegelung. Das Tippen von Textnachrichten wird allerdings immer mehr Nutzern offenbar zu mühselig. Sprachnachrichten sind der Forsa-Umfrage zufolge deshalb „angesagt“. (Weiterlesen: E-Mail versus Brief – Ein Plädoyer für die Handschrift)

Einer der Verwendungsgründe, der bei Frauen sogar eine größere Rolle spielt als bei Männern, ist die Ökonomie: Gegenüber dem klassischen Tippen zeichnet sich eine solche gesprochene Nachricht durch Schnelligkeit und damit auch Zeitersparnis aus.

(Fluchen, kotzen, stillen: Diese Emojis gibt es)