Bald aussäen Große Wachsblume: Dauerblüher mit exotischem Charme

Von Julia Kuhlmann

Hingucker im Beet: Sowohl die Blüten als auch das anmutige Blattwerk der Großen Wachsglocke „Purpurascens“ sind eine Zierde. Die Pflanze kann auch gut im Kübel gehalten werden. Foto: Claudia QuidenusHingucker im Beet: Sowohl die Blüten als auch das anmutige Blattwerk der Großen Wachsglocke „Purpurascens“ sind eine Zierde. Die Pflanze kann auch gut im Kübel gehalten werden. Foto: Claudia Quidenus

Osnabrück. Sie wirkt fast ein bisschen exotisch und bezaubert mit interessantem Blattwerk und faszinierenden Blüten: Jetzt ist eine gute Zeit, Samen der großen Wachsblume zu besorgen und auszusäen, sobald es nicht mehr friert. Die Pflanze macht im Beet und im Kübel eine ausgezeichnete Figur.

Die Sorte Cerinthe major „Purpurascens“ begeistert von Mai bis in den Oktober mit interessanten blauvioletten, glockenförmigen Blüten und erreicht eine Höhe zwischen 45 und 60 Zentimetern. Aber auch als Blattschmuckpflanze macht sich die Große Wachsglocke mit ihren blaugrünen, wachsartig überzogenen Blättern hervorragend im Beet. Sowohl in ihrer Form als auch in ihrer Farbe ist sie ungewöhnlich, sodass sie im Garten durchaus als Rarität auffällt.

Im Schutz der festen Blätter neigen sich die Blütenglöckchen anmutig gen Boden. Während die Blüten der Sorte „Purpurascens“ violett gefärbt sind, leuchten die Blüten der reinen Art (Cerinthe major) goldgelb bis weinrot. Über Monate hinweg öffnen sich immer wieder neue Blüten.

Die Große Wachsglocke ist eine einjährige Pflanze aus der Familie der Raublatt- oder Borretschgewächse, die aus dem Mittelmeerraum stammt und daher Hitze gut verträgt und ingesamt eher anspruchslos ist. Die vollkommen glattlaubige Pflanze ist mit den eher haarigen Geschöpfen Beinwell und Borretsch eng verwandt. Die Große Wachsglocke schätzt einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Sie kommt auf trockenem Boden genauso gut zurecht wie auf frischem Boden. Die Große Wachsglocke ist nicht ganz frosthart, was aber nichts macht, weil sie sich von alleine selbst gut aussamt. Ein Winterschutz ist daher nicht nötig.

Vorziehen oder ins Beet

Die Samen der Pflanze können direkt ins Beet gesät werden. Wer sichergehen möchte, dass die Pflänzchen noch im Jahr der Aussaat blühen, sollte sie etwas geschützt vor Kälte jetzt im Topf vorziehen und erst bei garantierter Frostfreiheit ins Freiland pflanzen. Da die Samen recht dickschalig sind, kann man sie für etwa zwölf Stunden in einem Gefäß mit Wasser vorquellen lassen und sie danach nur leicht mit Erde bedecken. Die Erde sollte man nicht austrocknen lassen, aber auch nicht zu nass halten. Gegen eine direkte Aussaat ins Freiland spricht aber auch nichts.

Von Bienen werden die Blüten sehr gerne besucht. Schön wirken die Pflanzen in Kombination mit anderen Pflanzen, die gelb blühen.

Man muss ein bisschen Ausschau halten, um Samen von Cerinthe major Purpurascens zu bekommen, sie werden nicht überall angeboten. Seitdem einige Gartenzeitschriften die Pflanze vorgestellt haben, ist die Angebotslage aber besser geworden.

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