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Neue Grippebilanz des RKI 526 Grippetote – aber Grippewelle schwächt ab

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Die Grippewelle schwächt sich nach Einschätzung des Robert-Koch-Instituts langsam ab. Foto:Imago/BlickwinkelDie Grippewelle schwächt sich nach Einschätzung des Robert-Koch-Instituts langsam ab. Foto:Imago/Blickwinkel

Osnabrück . Die Grippewelle schwächt sich nach Einschätzung des Robert-Koch-Instituts langsam ab: In der 10. Kalenderwoche wurden dem Institut 46.382 neue Grippefälle gemeldet. Damit ist die Zahl der Influenzainfektionen in der aktuellen Grippesaison auf mehr als insgesamt 215 540 Fälle angewachsen. Die Zahl der Grippetoten stieg von 358 auf 526.

Da es sich bei diesen Zahlen ausschließlich um labordiagnostisch nachgewiesene Fälle handelt, muss allerdings von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen werden.

Influenza B-Viren (mit 99 Prozent aus der Yamagata-Linie) sind seit der 40. Kalenderwoche 2017 mit 72 Prozent die am häufigsten identifizierten Influenzaviren, gefolgt von Influenza A(H1N1)pdm09-Viren mit 25 Prozent und Influenza A(H3N2)-Viren mit drei Prozent.

Yamagata-Virus

Die Influenza-Viren des Typs B der sogenannten Yamagata-Linie sind in dem in dieser Grippesaison noch gängigen Dreifachimpfstoff nicht enthalten. Effektiver ist daher der Vierfachimpfstoff, der einen zusätzlichen Bestandteil gegen Influenza-B-Viren enthält. Der teurere Vierfach-Schutz ist bislang allerdings keine einheitlich geregelte Kassenleistung und wird nur von wenigen Krankenkassen übernommen, wenn die Patienten zu einer Risikogruppe gehören. Das soll sich zur Grippesaison 2018/19 allerdings ändern.

Wirkt der Impfstoff?

Das Robert-Koch –Institut weist auf seiner Webseite auf vorläufige Ergebnisse zur Wirksamkeit des Influenzaimpfstoffs in Europa hin: Danach liegt die Wirksamkeit der Impfung insgesamt zwischen 25 und 52 Prozent gegen Influenza in allen Altersgruppen. Gegen Influenza A(H1N1)pdm09 wird die Wirksamkeit auf 55 bis 68 Prozent geschätzt, gegen Influenza A(H3N2) war die Wirksamkeit niedrig und lag zwischen -42 bis 7 Prozent und gegen Influenza B wird eine Wirksamkeit zwischen 36 und 54 Prozent geschätzt.


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