Start in die Gartensaison Tipps zur Auswahl von Saatgut

Von dpa

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Viele Samen müssen jedes Jahr neu gekauft werden. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmnViele Samen müssen jedes Jahr neu gekauft werden. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn

Veitshöchheim. Samen sind die Grundlage des Gemüsegartens. Mancher erntet diese im Vorjahr von den Pflanzen, andere kaufen sie jedes Jahr aufs Neue in den bunten Tütchen im Handel. Das müssen Hobbygärtner dazu wissen.

Die Aussaat beginnt - erst kommen die Samen zur Anzucht auf die Fensterbank, bald ist es aber auch schon im Beet warm genug für sie. Das sollten Hobbygärtner bei der Auswahl beachten:

Ist das Saatgut vom letzten Jahr noch intakt?

Wer noch Reste im Tütchen hat, findet in der Regel ein Haltbarkeitsdatum darauf. Allerdings sind auch die Umstände der Aufbewahrung entscheidend: Im vergangenen Jahr eingekauftes Saatgut kann bei kühler und trockener Lagerung noch verwendet werden, sagt die Bayerische Gartenakademie. Ausnahmen sind Schwarzwurzel, Pastinaken und Wurzelpetersilie, da die Samen nicht so lange keimfähig sind. Zur Sicherheit bietet sich eine Keimprobe in Form einer Probeaussaat mit genau abgezählten Körnern an. Nach zwei, spätestens vier Wochen keimen die Pflanzarten. Findet das bei weniger als der Hälfte der Samen statt, gilt der allgemeine Rat, neue zu kaufen.

Wie viel und was brauche ich?

Die Sächsische Gartenakademie rät, in einem Jahr mit regelmäßigen Aufzeichnungen den Bedarf zu definieren. Also kritisch schauen, welche Salatarten und Kräuter man zum Beispiel gerne verzehrt - und welche Mengen davon. Wer sich selbst mit Gemüse versorgen will, braucht viel Platz: Mit etwa 40 Quadratmeter für jede Person rechnet die Bayerische Gartenakademie.

Einzelne Samen oder ein Saatband?

Viele Gemüsearten sind inzwischen in Saatbändern und -scheiben erhältlich. Besonders sinnvoll ist das zum Beispiel bei Möhren, die oft zu dicht ausgesät werden. Die Scheiben aus zwei dünnen Lagen Vliespapier enthalten Samen im perfekten Saatabstand. Man kann sich hierdurch später das Vereinzeln der kleinen Pflanzen sparen.

Was bedeutet Info Hybride F1?

Diese Kennzeichnung findet sich häufig auf den Saattütchen. Dabei handelt es sich um Kreuzungen zwischen Eltern verschiedener Arten oder Unterarten, sie sind also die erste Generation oder F1. Diese Samen haben zwei Nachteile: Wiederum deren Nachkommen (F2) bilden ganz anders aussehende Pflanzen aus. Oder sie können gar keine weiteren Samen bilden. Dafür ist die erste Generation oft besonders ertragreich. Hier ist es daher am besten, jedes Jahr neues Saatgut zu kaufen.


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