1203 Neuerkrankungen – 6 Tote Niedersachsen: Grippe weiter auf dem Vormarsch

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Immer mehr Niedersachsen erkranken an Grippe Foto: Imago/PhotothekImmer mehr Niedersachsen erkranken an Grippe Foto: Imago/Photothek 

Osnabrück. Die Zahl der an Grippe erkrankten Niedersachsen steigt weiter: Dem Landesgesundheitsamt in Hannover (NLGA) wurden in der 7. Kalenderwoche 1203 Neuerkrankungen gemeldet. In der Vorwoche waren es mit 813 deutlich weniger. In dem Bundesland gab es bisher sechs Influenza-Todesfälle.

Insgesamt wurden nach Angaben des NLGA seit Beginn der Influenzasaison im Oktober vergangenen Jahres 3717 im Labor nachgewiesene Grippefälle registriert. Der Anteil von Influenza B - Viren betrug 79 Prozent und ist somit nochmals gestiegen.Von den Influenza A-Nachweisen entfielen sieben Prozent auf Influenza A(H3N2) und 93 Prozent auf Influenza A(H1N1)pdm09.

Influenza-Viren des Typs B

Die Influenza-Viren des Typs B der sogenannten Yamagata-Linie sind in diesem Winter besonders verbreitet. Sie sind allerdings in dem zurzeit noch gängigen Dreifachimpfstoff nicht enthalten. Effektiver ist daher der Vierfachimpfstoff, der einen zusätzlichen Bestandteil gegen Influenza-B-Viren enthält.

Der teurere Vierfach-Schutz ist bislang allerdings keine einheitlich geregelte Kassenleistung und wird nur von wenigen Krankenkassen übernommen, wenn die Patienten zu einer Risikogruppe gehören.

Vierfach- Grippeimpfstoffe

Das soll sich aber bald ändern. So wird es nach einer Meldung von DAZ.online für gesetzlich Versicherte im Nordosten ab der nächsten Saison Vierfach- Grippeimpfstoffe auf Kassenkosten geben. Die Apothekerverbände der Länder Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern hätten mit den Krankenkassen und Kassenverbänden der Region erstmals eine entsprechende Vereinbarung geschlossen.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch - Institut hatte bereits Ende 2017 beschlossen, ihre Empfehlung zur Grippeimpfung zu ändern. Zukünftig sollte es der Vierfach- Grippeimpfstoff sein. Der Gemeinsame Bundesausschuss hat aber das letzte Wort. Es wird erwartet, dass er sich in Kürze der STIKO-Empfehlung anschließt. Die Kosten für die Impfung werden dann von den gesetzlichen Krankenkassen gemäß der Schutzimpfungs-Richtlinie des G-BA übernommen.

Aktivität der akuten Atemwegserkrankungen in der 4. Kalenderwoche 2018 (links) und in der 7. Kalenderwoche 2018 (rechts). Grafik: Arbeitsgemeinschaft Influenza, Robert Koch-Institut

Den Süden fest im Griff

Besonders fest hat die Influenza in Deutschland derzeit den Süden (Baden-Württemberg) und den Norden (Schleswig-Holstein) im Griff. Nordrhein-Westfalen und der mittlere Westen Deutschlands liegen auf Platz drei. Der Osten Deutschlands ist hingegen bislang weniger stark betroffen.

In der Regel dauert eine Grippewelle drei bis vier Monate.


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