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Seit Beginn 70 Grippetote Grippewelle steuert auf Höhepunkt zu: 15.188 neue Influenzafälle

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Die Grippewelle steuert auf ihren Höhepunkt zu: In der Woche vom 27.01. bis 02.02.2018 registrierte das Robert-Koch-Institut 15.188 neue Influenzafälle. Foto:Imago/Westend61Die Grippewelle steuert auf ihren Höhepunkt zu: In der Woche vom 27.01. bis 02.02.2018 registrierte das Robert-Koch-Institut 15.188 neue Influenzafälle. Foto:Imago/Westend61

Osnabrück. Die Grippewelle steuert auf ihren Höhepunkt zu: In der Woche vom 27.01. bis 02.02.2018 registrierte das Robert-Koch-Institut 15.188 neue Influenzafälle. Bislang wurden 70 Todesfälle mit Influenzainfektion an das RKI übermittelt. 80 Prozent der Verstorbenen sind 60 Jahre oder älter.

Der Anteil der Influenza-B-Viren stieg erneut von 72 Prozent in der Vorwoche auf 74 Prozent. 98 Prozent der B-Viren davon stammen aus der Yamagata-Linie. Influenza-B-Viren der Yamagata-Linie werden von dem Dreifach-Impfstoff, den die gesetzlichen Krankenkassen regulär erstatten, nicht abgedeckt. Sie sind nur in dem teureren Vierfachimpfstoff enthalten.

Deshalb wird darüber diskutiert, ob nicht der Vierfach-Grippeimpfstoff in Zukunft standardmäßig von den Kassen übernommen werden sollte.

B-Viren dominieren

Nach den B-Viren sind die Influenza A(H1N1)pdm09-Viren mit 22 Prozent und Influenza A(H3N2)-Viren mit vier Prozent die am häufigsten identifizierten Influenzaviren.

Während in jüngeren Altersgruppen anteilig deutlich mehr Influenza A(H1N1)pdm09-Viren als bei älteren Patienten festgestellt werden, steigt die Influenza-Positivenrate für B-Viren bis zur Altersgruppe der 5- bis 14-Jährigen an und bleibt auch bei Erwachsenen und Personen ab 60 Jahren deutlich höher als bei Influenza A(H1N1)pdm09-Viren.

WHO schlägt Alarm

Unterdessen schlägt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Alarm. Wie neue Zahlen zeigten, sei die Impfrate bei Risikogruppen in Europa in den letzten sieben Jahren gesunken. Jährlich würden 44.000 Menschen an der Grippe sterben. Ziel müsse sein, dass drei von vier älteren und grippegefährdeten Menschen geimpft seien.


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