Drei seltene Himmelsereignisse Am 31. Januar 2018: „Super-Blau-Blutmondfinsternis“

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Der Supermond stand bereits am 2. Januar am Himmel über der St. Annen Kirche in Annaberg-Buchholz im Erzgebirge. Am 31. Januar wird das Phänomen durch einen Blue Moon und eine totale Mondfinsternis zu einem seltenen Himmelsereignis. Foto: imago/Uwe MeinholdDer Supermond stand bereits am 2. Januar am Himmel über der St. Annen Kirche in Annaberg-Buchholz im Erzgebirge. Am 31. Januar wird das Phänomen durch einen Blue Moon und eine totale Mondfinsternis zu einem seltenen Himmelsereignis. Foto: imago/Uwe Meinhold

Osnabrück. Drei seltene Himmelsereignisse in einer Nacht: Supermond, Blue Moon und eine Blutmondfinsternis. Allein die Kombination „Super-Blaumond“ gab es zuletzt vor 150 Jahren. Am Mittwoch, 31. Januar 2018, kann dieses Spektakel beobachtet werden, allerdings nicht in Deutschland.

Einige Astronomen sprechen von einer „super blue blood moon eclipse“. Im Deutschen gibt es diesen Begriff eigentlich nicht, aber übersetzt heißt er so viel wie „Super-Blau-Blutmondfinsternis“.

Was ist ein Supermond?

Bei einem Supermond kommt der Mond der Erde sehr nah und das bei Vollmond. Er wirkt dann deutlich größer und leuchtet etwa 30 Prozent heller. Am 31. Januar wird der Abstand 360000 Kilometer statt den üblichen 384400 Kilometern betragen. Bereits am 2. Januar war ein Supermond zu sehen.

Der Doppel-Supermond oder „Blue Moon“

Das macht den Januar so besonders. Denn zwei Vollmonde in einem Monat sind außergewöhnlich und wird von den Experten „Blue Moon“ genannt. Dieses Ereignis erscheint nur etwa alle zweieinhalb Jahre. Daher gibt es im englischen Sprachgebrauch die Wendung „once in a blue moon“, was so viel bedeutet wie „alle Jubeljahre einmal“. Warum dem zweiten Vollmond das Etikett blau angeheftet wird, ist nicht endgültig geklärt, denn in dieser Farbe wird er am 31. Januar nicht zu sehen sein.

Der Doppel-Supermond tritt nur einmal alle 150 Jahre auf. Dieses Mal kommt noch eine absolute Mondfinsternis hinzu. Die Erde schiebt sich zwischen Mond und Sonne, sodass der Schatten der Erde über den Mond wandert und diesen später komplett verdeckt.

Was ist ein Blutmond?

Der Mond strahlt zunächst in seiner vollen Pracht und färbt sich anschließend kurzzeitig rot. Daher wird er auch Blutmond genannt. Der Grund für die besondere Farbe des Mondes ist das Zusammenspiel von Sonnenlicht und Erdatmosphäre.

Von wo lässt sich das Phänomen beobachten?

Alle drei Himmelsereignisse zusammen sind nur in Zentral- und Ostasien, Neuseeland, Australien und teilweise in Nordamerika zu sehen. Auch im Norden Skandinaviens kann der Blutmond nach Mondaufgang beobachtet werden. In Deutschland wird der Vollmond am 31. Januar erst um 14.28 Uhr erwartet, sodass die Phänomene kaum zu erkennen sein werden. Die nächste Mondfinsternis, die in Deutschland zu sehen ist, wird am 27. Juli stattfinden – vorausgesetzt, das Wetter spielt mit.

Nächster Blue Moon im März

Im Februar kann es hingegen vorkommen, dass kein einziger Vollmond zu sehen ist, weil er kürzer ist als der Mondzyklus. So auch im Februar 2018. Dafür gibt es dann bereits im März zum zweiten Mal in diesem Jahr einen „Blue Moon“, dann aber ohne Supermond und Mondfinsternis.


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