Tod an der Tankstelle El Salvador: Ex-Fußball-Nationalspieler erschossen

Von dpa

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Lebt nicht mehr: Alfredo Pacheco (El Salvador, Mitte), hier bei einem Länderspiel gegen Patrice Bernier (li.) und Will Johnson (beide Kanada). Foto: imago/ZUMA PressLebt nicht mehr: Alfredo Pacheco (El Salvador, Mitte), hier bei einem Länderspiel gegen Patrice Bernier (li.) und Will Johnson (beide Kanada). Foto: imago/ZUMA Press

San Salvador. Der frühere Fußballnationalspieler von El Salvador, Alfredo Pacheco, ist in seinem Heimatland erschossen worden. Das teilte die Generalstaatsanwaltschaft des Landes mit. Laut lokalen Medien wurde er an einer Tankstelle in der Stadt Santa Ana von mindestens drei Schüssen aus kurzer Distanz getroffen, als der Ex-Kapitän die Toilette der Tankstelle aufsuchen wollte.

Pacheco war 2013 vom Fußballverband wegen der Manipulation von Spielen der Nationalmannschaft zusammen mit 13 weiteren Spielern von allen Sportaktivitäten seines Landes suspendiert worden. Auf Fotos vom Tatort waren die Einschusslöcher zu sehen, der Abwehrspieler war zusammen mit Freunden an der Tankstelle gewesen. Zwei weitere Menschen wurden schwer verletzt.

Pacheco wurde 33 Jahre alt. Kein anderer Fußballer hat bis dato mehr Länderspiele für El Salvador bestritten (86).

Nach seiner Suspendierung war er in die USA gezogen, wo er in Amateurligen spielte – vergangene Woche war er zur Weihnachtsfeier bei der Familie nach El Salvador zurückgekehrt. Der flüchtige Täter in Santa Ana, rund 60 Kilometer westlich der Hauptstadt des mittelamerikanischen Landes San Salvador, war womöglich ein junger Mann, der im Morgengrauen direkt auf ihn zuging und aus weniger als drei Metern Entfernung die Schüsse abfeuerte.

El Salvador kämpft seit Jahren gegen Bandenkriminalität und weist eine hohe Mordrate auf. Zwischen Januar und November wurden mehr als 6000 Menschen in dem kleinen Land (sieben Millionen Einwohner, etwa so groß wie Hessen) ermordet.

Erst vor wenigen Wochen war im benachbarten Honduras ein Fußball-Nationalspieler auf offener Straße erschossen worden (hier weitere Infos).


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