Die Ladenhüter der Bundesliga Boateng, Elia, Ibisevic: Stars zum Schnäppchen-Preis

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spo/dpa Osnabrück. Sie haben Verträge, die ihnen Millionengagen sichern. Sie haben klangvolle Namen und sind Stars der Branche. Ihr Problem (und das ihrer Vereine): Die Klubs, die sie einst mit großen Hoffnungen verpflichteten, wollen sie nicht mehr. Jetzt stehen sie zum Verkauf. Die prominentesten Ladenhüter der Bundesliga.

Kevin-Prince Boateng

(28 Jahre, Mittelfeld. Vertrag bei Schalke 04 bis 2016): Aufsichtsratschef Clemens Tönnies pries Kevin-Prince Boateng bei seiner Verpflichtung im Sommer 2013 als „Leuchtturm“ für die Mannschaft. Zehn Millionen Euro zahlten die Königsblauen damals an den AC Mailand. Heute wollen die Schalker den schwer Erziehbaren nur noch loswerden. Im Mai wurde der ghanaische Nationalspieler zusammen mit Sidney Sam freigestellt. Zuletzt verhandelte der gebürtige Berliner mit Sporting Lissabon und Al-Ittihad Dschidda. Aktueller Marktwert: 6 Millionen Euro. Höchster Marktwert: 23 Millionen Euro.

Der Rausschmiss von Boateng beim FC Schalke

Vedad Ibisevic

(30 Jahre, Sturm, Vertrag beim VfB Stuttgart bis 2017): Im Sommer 2014 verlängerten Ibisevic und der VfB ihre Zusammenarbeit bis zum 30. Juni 2017. Den Großverdiener, im Januar 2012 für 4,5 Millionen Euro von der TSG Hoffenheim verpflichtet, würde der klamme VfB nun gerne von der Lohnliste streichen. Der Bosnier war beim furiosen Testspielsieg gegen Manchester City in Zivil im Stadion China wird immer mal wieder als neue Destination für Ibisevic genannt. Sein Führungstor am 29. Januar 2014 beim 1:2 gegen den FC Bayern München dürfte sein letztes Bundesligator für den VfB gewesen sein. Dass sich derzeit Werder Bremen für ihn als Nachfolger des zu Schalke abgewanderten Franco di Santo interessiert, dürfte nicht mehr als ein Gerücht sein. Aktueller Marktwert: 2 Millionen Euro. Höchster Marktwert: 10 Millionen Euro (Januar 2013).

Eljero Elia

(28 Jahre, Sturm, Vertrag bei Werder Bremen bis 2016): Johan Micoud, Ailton, Diego – Werder hatte mal ein Händchen für schwierige Profis. Mit dem Niederländer Eljero Elia wurden die Bremer aber bis heute nicht glücklich. Von den 2012 an Juventus Turin überwiesenen 5,5 Millionen Euro Ablöse wird der Bundesligist im günstigsten Fall noch einen Bruchteil zurückbekommen. Der frühere HSV-Profi Elia darf mittlerweile nicht mal mehr mittrainieren, er soll den Klub verlassen. Zuletzt war er an den FC Southampton ausgeliehen. Nach einem Bericht des „Kicker“ interessiert sich Feyenoord Rotterdam für den Dribbler. Aktueller Marktwert: 2,5 Millionen Euro. Höchster Marktwert: 17 Millionen (Juli 2010).

Die Lage bei Werder Bremen vor dem Saisonstart

Ronny

(29 Jahre, Offensives Mittelfeld, Vertrag bei Hertha BSC Berlin): Herrliche Pässe, wuchtige Schüsse – die Vorzüge des brasilianischen Linksfußes wiegen seine Nachteile nach Ansicht der Hertha-Bosse nicht mehr auf. Für das laufintensive Spiel in der deutschen Eliteklasse ist der Fußball-Feingeist nicht immer bissig genug gewesen. Nach fünf Jahren in der Hauptstadt hätte die Hertha nichts gegen eine Luftveränderung des Spielmachers - trotz Vertrags bis 2017. Al-Wahda aus Abu Dhabi soll Interesse haben. Aktueller Marktwert: 1 Million Euro. Höchster Marktwert: 2,5 Millionen Euro (Juni 2013).

Die Lage bei Hertha BSC Berlin vor dem Saisonstart

Gonzalo Jara

(29 Jahre, Abwehr, Vertrag bei Mainz 05 bis 2016): Ein chilenischer WM-Teilnehmer für Mainz 05? Im Sommer 2014 war es soweit. Gonzalo Jara trat seinen Dienst an – und erfreut sich mittlerweile nicht mehr allerhöchster Beliebtheit. Bei der Copa América griff er seinem Gegenspieler Edinson Cavani aus Uruguay an den Hintern und provozierte damit einen Platzverweis des Pariser Stürmerstars. „Ich hasse nichts mehr als Theatralik“, schimpfte Manager Christian Heidel danach. Aber auch in diesem Fall gilt: Beide Parteien haben einmal den Vertrag unterzeichnet. Aktueller Marktwert: 1 Million Euro. Höchster Marktwert: 3 Millionen Euro (Februar 2011).

Artjoms Rudnevs

(27 Jahre, Sturm, Vertrag beim Hamburger SV bis 2016): Der Lette war vor drei Jahren als Nachfolger von Mladen Petric gedacht gewesen. Doch an die Treffsicherheit seines Vorgängers reichte Artjoms Rudnevs, für den der HSV drei Millionen Euro an Lech Posen überwies, nie heran. Während seiner Ausleihe zu Hannover 96 konnte er sich für eine Weiterbeschäftigung auch nicht empfehlen. Nun zählt er etwa neben Petr Jiracek zu den Streichkandidaten von Peter Knäbel, die vielleicht noch ein wenig Ablöse einbringen könnten. Der Sportdirektor bewies in diesem Sommer aber schon Geschick bei der Kaderentschlackung. Aktueller Marktwert: 1,5 Millionen Euro. Höchster Marktwert: 6,5 Millionen Euro (März 2013).

Quellen: dpa, Kicker, transfermarkt.de


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