Flutlichtausfall in der Champions League Messi überholt Raul: 74 Tore traf öfter

Von dpa


Nikosia. Ein neuer Rekord für Lionel Messi, aber noch kein Gruppensieg für den FC Barcelona. Den haben sich nach dem FC Bayern München auch Chelsea London und der FC Porto gesichert. In Lissabon stellte ein Flutlichausfall die Zuschauer auf eine Geduldsprobe: Erst nach 45 Minuten Extra-Pause ging es weiter.

Lionel Messi hat seiner Fabel-Karriere beim FC Barcelona den nächsten Superlativ hinzugefügt. Mit seinen Treffern 72, 73 und 74 holte sich der argentinische Stürmer am Dienstagabend den Torrekord in der Champions League. Beim 4:0 der bereits für das Achtelfinale qualifizierten Katalanen bei APOEL Nikosia überflügelte der 27-Jährige den Spanier Raúl (71 Tore). Der FC Chelsea mit dem 5:0 beim FC Schalke 04 und Schachtjor Donezk trotz des 0:1 gegen Athletic Bilbao schafften den Sprung in die Runde der besten 16, damit ist die Hälfte des Achtelfinal-Felds bereits komplett.

In der 38. Minute zog Messi an Raúl vorbei, der vierfache Weltfußballer fälschte einen Schuss von Rafinha unhaltbar ab. Nach feinem Pass von Dani Alves erhöhte Messi (58.) und machte kurz vor Schluss den Dreierpack perfekt (87.). Für die Führung hatte Neuzugang Luis Suárez mit seinem ersten Tor im Barça-Trikot gesorgt (27.). Erst am Samstag hatte Messi mit seinen Toren 252 und 253 den neuen Topwert in der spanischen Liga erreicht. Auf dem dritten Platz der Königsklassen-Rangliste lauert Cristiano Ronaldo mit 70 Toren, der Portugiese spielt am Mittwoch mit Real Madrid beim FC Basel. Bester deutscher Torschütze der Champions-League-Geschichte ist Mario Gomez mit 26 Treffern.

Bei seiner Champions-League-Rückkehr nach einer langen Verletzungspause erzielte Zlatan Ibrahimovic beim 3:1 gegen Ajax Amsterdam den zweiten Treffer für die Franzosen (78.), Edinson Cavani (33./83.) glänzte mit einem Doppelpack. Damit bleibt PSG (13 Punkte) vor dem letzten Vorrundenspiel gegen Barcelona (12) vor dem ärgsten Rivalen um den Gruppensieg.

Der AS Rom verpasste in letzter Minute einen wichtigen Sieg auf dem angestrebten Weg ins Achtelfinale. Der italienische Vizemeister kam bei ZSKA Moskau nur zu einem 1:1 (1:0), bleibt aber vor dem letzten Spieltag mit fünf Zählern in der Tabelle zumindest noch vor den punktgleichen Russen. Ebenfalls mit fünf Punkten darf auch Manchester City nach dem 3:2 gegen den FC Bayern München noch auf die Achtelfinal-Qualifikation hoffen, der englische Meister tritt zum letzten Gruppenspiel in Rom an.

Altstar Francesco Totti brachte die Römer in der 43. Minute mit einem Freistoßkracher aus 17 Metern in Führung und ist mit 38 Jahren weiter der älteste Torschütze der Königsklasse. Wassili Beresuzki glich in der dritten Minute der Nachspielzeit aus und erhielt Moskau die Chance auf die Runde der besten 16. Die Russen mussten die Partie nach einer Strafe der Europäischen Fußball-Union wegen rassistischer Entgleisungen von ZSKA-Anhängern erneut ohne Zuschauer austragen.

Im zweiten Spiel am frühen Abend sicherte sich der FC Porto den Sieg in der Gruppe H. Die bereits für die Runde der besten 16 qualifizierten Portugiesen setzten sich mit 3:0 (0:0) bei BATE Borissow durch. Donezk buchte als Zweiter trotz der überraschenden Niederlage gegen Bilbao das Ticket für die K.o.-Runde.

In Lissabon mussten die Zuschauer 45 Minuten auf den Anpfiff der zweiten Halbzeit zwischen Sporting Lissabon und NK Maribor warten. Erst dann war der Defekt an der Flutlichtanlage, der zu der Unterbrechung geführt hatte, behoben.