Klassenunterschied in Goslar 5:0: Der SV Meppen spielt souverän und effektiv

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Kaum zu halten war Meppens Mittelfeldantreiber Jens Robben von seinen Goslarer Gegenspielern. Wie schon beim Heimsieg über Havelse zeigte der 31-Jährige eine starke Leistung. Foto: Werner ScholzKaum zu halten war Meppens Mittelfeldantreiber Jens Robben von seinen Goslarer Gegenspielern. Wie schon beim Heimsieg über Havelse zeigte der 31-Jährige eine starke Leistung. Foto: Werner Scholz

Goslar. Mit einer starken Vorstellung hat der SV Meppen beim Goslarer SC 5:0 (3:0) gewonnen. Damit haben sich die Emsländer auf den vierten Tabellenplatz vorgeschoben und sind jetzt beste erste Mannschaft der Regionalliga Nord.

„Im Moment passt es einfach. Die Griffigkeit ist da“, erklärte Meppens Trainer Christian Neidhart nach dem höchsten Auswärtssieg seit fast fünfeinhalb Jahren: Beim 5:0 in Bavenstedt unter Frank Claaßen 2009 waren Johan Wigger, der in Goslar wieder bärenstarke Jens Robben und Sebastian Schepers schon dabei. An der Top- Vorstellung des SVM am Fuße des Harzes gab es nichts zu deuteln. Es wurde ein Klassenunterschied deutlich.

Zunächst schienen sich beide Kontrahenten mit ähnlichem Grundsystem zu neutralisieren. Die Wende leitete das Freistoßtor von Max Kremer (13.) ein. Als der Gastgeber mit einem Schuss von Martin Wagner wie in Braunschweig rechts oben in den Winkel rechnete, jagte Max Kremer den Ball links unten ins Eck. Vom Pfosten sprang der Ball ins Netz. Kremer, der im „Tarn-Trikot“ mit der Nummer 11 statt der 17 auflief (Neidhart: „Das war keine Absicht, da hat sich wohl jemand beim Beflocken geirrt“), baute den Vorsprung nur sechs Minuten später aus. Sein zehntes Saisontor.

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Die Treffer erschütterten die Goslarer. Sie wirkten wie gelähmt, produzierten viele Fehlpässe im Aufbauspiel. Aber sie tauchten nach einem Fehler in der Meppener Hintermannschaft brandgefährlich vor dem Meppener Tor auf: Keeper Benni Gommert verhinderte mit tollem Reflex den Anschlusstreffer durch Oliver Hofmann (26.).

Die Emsländer, die auf dem unebenen und teilweise seifigen Platz zunächst mit langen Bällen operierten, zogen ein gepflegtes Passspiel auf und erhöhten durch den agilen Marc Schnier auf 3:0. Einen Treffer des unheimlich bemühten Ramiz Pasiov, der für den gesperrten Diego Rodriguez in der Spitze auflief, erkannte der in Osnabrück lebende, aber für Eintracht Papenburg gemeldete Schiedsrichter Lennart Dornieden nicht an. Nach der Pause brachte Goslar zwei neue Kräfte, aber das Spiel kontrollierte weiter der ballsichere und spielerisch starke SVM, der durch Jens Robben und Martin Wagner auf 5:0 erhöhte.

Vor der Mitgliederversammlung am Montag sorgte das Team für gute Stimmung. „Wir wollen jetzt an Wolfsburg II dranbleiben“, richtet Neidhart den Blick nach oben. Mit Viktor Maier, Daniel Latkowski und Robin Twyrdy, der erstmals seit seiner Verletzung im Hinspiel gegen Goslar wieder auf der Bank saß, verfügt er (bald) über einige personelle Möglichkeiten. „Das ist unsere Stärke“, stellte er fest.


Tore: 0:1 Max Kremer (13.), der den Ball nach Freistoß aus 18 Metern links an der Mauer vorbeischießt; 0:2 Max Kremer (19.), der nach Hereingabe von Schnier von der linken Seiten am Fünfmeterraum einen Goslarer aussteigen lässt; 0:3 Marc Schnier (31.), mit Schuss aus 10 Metern ins linke Eck nach Kremer-Ecke;0:4 Jens Robben (72.) mit Schuss aus 20 Metern ins linke Eck; 0:5 Martin Wagner (88.), Kopfball nach Jesgarzewski-Flanke von rechts.

Eingewechselt: 76.: 12 Deters für Kremer; 77.: 27 Fillinger für Robben; 79.: 13 Landgraf für Schnier.

Auf der Bank: 30 Frerichs, 4 Twyrdy, 9 Maier, 19 Watahiki.

Goslarer SC 08: Brosius - 22 Deppe, 28 Pannewitz, 30 Trapp, 6 Teich – 3 von der Bracke (46.: 2 Schulz), 5 Gehrmann – 23 Hofmann, 18 Ludwig (71.: 21 Mandia), 24 Vaughan (46.: 17 Schubert) – 11 Kelbel.

Beste Spieler: Kelbel, Hofmann

Gelb: Gehrmann (17.,), Ludwig (20.), Vaughan (44.), Schulz (70.) / Vogelsang (43.,).

Zuschauer: 430. – Schiedsrichter: Lennart Dornieden (Osnabrück/Eintracht Papenburg).

Nächstes Meppener Spiel: Sonntag, 30. November, 15 Uhr, gegen Eintracht Norderstedt in der Hänsch-Arena.

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