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Kramers Eigentor rettet BVB Kuriose Eigentore in der Bundesliga: Kramer, Reck und Co.

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Osnabrück. Das war mal wieder ein Moment für die Bundesliga-Ewigkeit: Aus 40 Metern überwand der Mönchengladbacher Christoph Kramer seinen Torwart Yann Sommer – das Tor des Tages. Der Weltmeister darf sich trösten: Er ist nicht der erste, der sich mit einem Blackout in die Geschichtsbücher schreibt. Nur einer allerdings gewann bei der Wahl zum Tor des Monats…

Gleich im ersten Spiel ein Eigentor – 1982 machte sich Jean-Marie Pfaff bei seinem Debüt für den FC Bayern zum Gespött. Der belgische Startorwart berührte einen weiten Einwurf des Bremers Uwe Reinders mit den Fingerspitzen und ließ ihn ins Tor segeln. Hätte er den Ball ohne Berürhung durchgelassen, hätte der Treffer nicht gezählt – aus einem Einwurf darf kein Tor erzielt werden. Die Bayern verloren 0:1. Hier geht´s zum Eigentor-Video.

Torwart wirft den Ball ins eigene Tor

Bremen war 1982 noch einmal Schauplatz eines peinlichen Gegentores. Der Frankfurter Schlussmann wollte kurz nach dem Anpfiff besonders schwungvoll abwerfen, verlor aber auf dem nassen Rasen das Gleichgewicht, rutschte aus – und warf sich den Ball ins eigene Tor. Davon erholten sich die Frankfurter nicht, verloren 0:3.

Pannen-Olli köpfte den Ball ins eigene Tor

Aber auch ein Bremer Torwart trug sich in die lange Liste ein. Oliver Reck zeigte im November 1991 im Schlagerspiel beim FC Bayern eine starke Leistung, doch dann sah er einmal schlecht aus: Ein Kopfball des Müncheners Mazinho krachte in einer unübersichtlichen Situation an den Pfosten des Bremer Tores, von dort direkt an den Kopf des Werder-Schlussmannes und dann ins Tor. Doch Reck konnte am Ende lachen: Werder gewann 4:3 – auch dank seiner Paraden.

Bockenfelds Traumtor in den falschen Winkel

Ein ähnliches Missgeschick wie jetzt dem Gladbacher Christoph Kramer unterlief vor 26 Jahren Manfred Bockenfeld. Im Trikot des SV Waldhof Mannheim, der am Millerntor 1:0 führt, grätscht der Verteidiger an der Strafraumkante in den Ball und befördert ihn in einer wunderschönen Bogenlampe in den entfernten Winkel – Mannheim verliert am Ende 1:2. Hier geht´s zum Pannen-Video.

Winklhofer durfte nicht zur „Tor des Monats“-Ehrung

Noch schöner hatte es zum Saisonstart 1985/86 Helmut Winklhofer gemacht. Beim Saisonstart in Uerdingen drischt der Bayern-Verteidiger in Erwartung eines Pressschlags an den Ball. Doch er trifft zu gut und mit einer traumhaften Flugbahn senkt sich der Ball über Pfaff ins Tor. Die Sportschau-Zuschauer wählen den Treffer zum Tor des Monats, doch Winklhofer darf zur Übergabe der Plakette nichts in TV-Studio fahren. Bayern-Manager Uli Hoeneß: „Verarschen können wir uns alleine…“ Hier geht´s zum Pannen-Video.

Tomislav Piplica landete bei Stefan Raab

Ein anderer ging ins Fernsehen und ließ sich 2004 mit seiner Panne auf den Arm nehmen: Stefan Raab lud Tomislav Piplica in seine Show TV-total ein und überreichte ihm den „Raab der Woche“. Der Grund: Piplica wollte eine harmlose Bogenlampe des Gladbachers Marcel Witeczek ohne hinzusehen auf das Tor fallen lassen, doch er verschätzte sich. Der Ball fiel im auf den Kopf und prallte von da ins Tor. Hier geht´s zum Pannen-Video .

Der Kaiser: Zwei Eigentore in einer Woche

Haben wir noch einen Trost für den Weltmeister Kramer: Es war einmal… ein Kaiser, der 1974 alles gewonnen hatte, was man als Fußballer gewinnen kann – Deutscher Meister, Europapokalsieger und Weltmeister. Anfang 1975 war der Mann namens Franz Beckenbauer indisponiert. Am 25. Januar war er mit einem Eigentor zum 2:2 an der 2:3-Heimpleite gegen die Offenbacher Kickers beteiligt. Und eine Woche später brauchte die Lichtgestalt nur neun Minuten, um vor 80000 im Berliner Olympiastadion mit dem nächsten Eigentor die 1:4-Pleite bei der Hertha einzuleiten. Bayern-Torwart Sepp Maier schlug, den Franz durch einen eigenen Abwehrspieler in Manndeckung nehmen zu lassen…


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