KFC-Boss streicht Ex-VfL-Trainer Uerdingen: Wollitz nicht mehr in der „Hall of Fame“

Bekannt aus Funk und Fernsehen: Pele Wollitz (FC Viktoria Köln). Foto: imagoBekannt aus Funk und Fernsehen: Pele Wollitz (FC Viktoria Köln). Foto: imago

Das Magazin für Fußballkultur hat es gut auf den Punkt gebracht: „Als ganz Europa am Mittwochabend Champions League schaute, fand in Krefeld das wesentlich hitzigere Duell statt: KFC-Boss Lakis gegen Viktoria-Trainer Wollitz“, ordnete „11Freunde“ die Vorkommnisse in der Dritten Halbzeit der Regionalliga-Partie KFC Uerdingen gegen Viktoria Köln (1:1) perfekt ein.

Was war passiert? KFC-Präsident Agissilaos »Lakis« Kourkoudialos und Claus-Dieter Wollitz hatten sich nach der Partie, in der Tabellenfüher Viktoria noch kurz vor Schluss den Ausgleich beim KFC schaffte, in die Haare bekommen. Dass sich hier offenbar genau die Richtigen beiden getroffen haben, geht auch aus folgender Einordnung der elf Freunde hervor: „Zwei Männer mit Egos von der Größe der Metropolregion Rhein-Ruhr.“

Wollitz habe sich gegen Ende und nach der hitzigen Partie „sehr asozial gegenüber meiner Person verhalten“, erklärte Lakis der Zeitschrift Reviersport – ein Statement in der Hitze des Gefechts, das in der modernen Medienwelt gerne hochgejazzt wird, obwohl solche Vorfälle bei Beteiligung von Wollitz ja durchaus ab und an mal vorkommen . Ob das ein Grund dafür ist, warum Lakis sich gedacht hat, dass nun mal ein Zeichen gesetzt werden muss, ist aus Krefeld nicht überliefert. Sicher ist aber: Lakis ist nicht unbedingt zuverlässig , aber ein Mann der Tat. Er sprintete zum VIP-Raum, griff zum roten Edding, und strich Wollitz, einst selbst Spieler und Trainer beim KFC, eigenhändig aus der dort an der Wand hängenden Ahnengalerie des Vereins.

Marcus Wedau, Wolfgang Schäfer oder Sergej Gorlukowitsch blieben unversehrt, aber der Fußballehrer von Viktoria Köln wurde richtiggehend verunstaltet: Quer durch das Gesicht von Wollitz ein rotes Kreuz, das weniger Hilfe ausdrücken sollte, sondern die Streichung, wobei Lakis für alle, die das noch nicht verstanden haben, daneben das Wort „Asi“ pinselte , zu sehen etwa hier. Laut Lakis wolle man den Kölner Übungsleiter sobald wie möglich von der KFC-Ruhmespinnwand entfernen.

Wollitz war von dieser Maßnahme offenbar so geschockt, dass er absolut besonnen reagierte: „Diese Beleidigung spricht für diese Person als Präsident“, sagte Wollitz. „Es ist schade, dass so ein Mann bei diesem Verein herrschen darf.“

Doch dies blieb nicht der einzige „Skandal“ des Fußballtages: auch der Kicker und der HSV lieferten viel Gesprächsstoff