Ausgleichstor kurz nach der Pause Reus krönt WM-Startelf-Premiere mit Treffer

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Wirbelte in der Abwehr: Marco Reus sorgte für Unruhe im schwedischen Strafraum. Foto: Witters/Tim GroothuisWirbelte in der Abwehr: Marco Reus sorgte für Unruhe im schwedischen Strafraum. Foto: Witters/Tim Groothuis

Sotschi. Verletzungsbedingt verpasste Marco Reus schon so manches Großereignis mit dem DFB-Team. Bei der WM 2018 in Russland ist er aber endlich dabei und bringt der Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw noch ein wenig mehr Qualität.

Man tritt Sebastian Rudy hoffentlich nicht zu nahe, wenn man feststellt, dass sein Gesicht eine markante Nase ziert. Am Samstagabend war sie noch deutlich dicker und krummer als sonst. „Es schmerzt nicht mehr, ist aber ein Nasenbeinbruch“, sagte der 28-Jährige, der am Sonntag operiert wurde. Mit einer Gesichtsmaske will er gegen Südkorea wieder zur Verfügung stehen.

Bundestrainer Joachim Löw hatte mit der Startelf-Nominierung jenes Mannes, der bei Bayern München in der abgelaufenen Saison vornehmlich Kurzeinsätze absolviert hat, auf die großen Löcher im Zentrum bei der Partie gegen Mexiko reagiert. „Er hat das gut und abgeklärt gemacht“, lobte Toni Kroos den unauffälligen, aber ballsicheren Auftritt seines Partners im Zentrum bis zur 30. Minute. Dann setzte ihn Ola Toivonen außer Gefecht, weil er den Münchner unbeabsichtigt mit dem Schuh an der Nase traf.

Ärgerlicher Ausfall für Rudy

Ein Ärgernis für Rudy, der seine Chance unbedingt nutzen wollte. Ein Ärgernis auch für Löw, der seine Elf sieben Minuten in Unterzahl weiterspielen ließ: Trotz der gestenreich von Kroos und Jérôme Boateng zur Bank gebrüllten Aufforderungen zum Wechsel: Löw hoffte darauf, dass die Ärzte die Blutungen beim 28-Jährigen stillen können.

Die Hoffnung erfüllte sich nicht: Rudy setzte selbst einen Schrei der Enttäuschung in den Abendhimmel von Sotschi ab. Und just in dem Moment, als mit Ilkay Gündogans Einwechslung wieder Gleichzahl auf dem Feld einkehrte, ließ die Konzentration nach – und Kroos spielte den Fehlpass vor dem 0:1.

Reus fordert maximalen Einsatz

Dass es nicht der Entscheidende war, lag auch an Marco Reus: Der Dortmunder markierte in seinem ersten WM-Startelf-Einsatz das 1:1 und, riss durch Tempodribblings und Positionswechsel viele Löcher in Schwedens Defensive. Obwohl zum Schluss von Krämpfen geplagt, forderte er am Mittwoch gegen Südkorea wieder maximalen Einsatz: „Da müssen wir genauso emotional spielen und energiegeladen.“


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